01.05.2018, 07:53 Uhr

Am Flughafen hängen geblieben: Geldfälscher und Betrügerin gefasst

Bei Grenzkontrollen erwischen Bundespolizisten am Münchner Airport regelmäßig Straftäter, viele von ihnen bereits verurteilt und von der deutschen oder auch internationalen Justiz gesucht. Am Samstag nahmen die Bundesbeamten wieder zwei mit Haftbefehlen gesuchte Reisende fest. (Foto: Bundespolizei)Bei Grenzkontrollen erwischen Bundespolizisten am Münchner Airport regelmäßig Straftäter, viele von ihnen bereits verurteilt und von der deutschen oder auch internationalen Justiz gesucht. Am Samstag nahmen die Bundesbeamten wieder zwei mit Haftbefehlen gesuchte Reisende fest. (Foto: Bundespolizei)

Bundespolizisten sind bei Ausweiskontrollen höchst erfolgreich

FLUGHAFEN Zwei Reisende mussten am Samstag, 28. April, einen kurzen Stopp bei der Bundespolizei im Erdinger Moos einlegen.

Am Samstag Vormittag zogen Bundespolizisten einen 33-jährigen Bulgaren bei der Ausreisekontrolle des Fluges nach Sofia aus dem Verkehr. Der Mann war bereits im November 2013 wegen des Versuchs Falschgeld in Umlauf zu bringen sowie versuchtem Betrugs zu 1.800 Euro Geldstrafe oder 120 Tagen Ersatzhaft verurteilt worden. Nachdem der Verurteilte anfangs noch einen größeren Teil der Strafe in Raten beglichen hatte, war er bis dato gut 1.000 Euro schuldig geblieben. Die Staatsanwaltschaft Köln hatte den 33-Jährigen deshalb erst vor wenigen Tagen zur Festnahme ausgeschrieben. Bundespolizisten verhafteten den Gesuchten nun drei Tage danach am Münchner Flughafen.

Der Festgenommene konnte die geforderte Geldstrafe bezahlen und entging so dem Gefängnis. Nachdem die Beamten sich davon überzeugt hatten, dass die ihnen vorgelegten Scheine keine Blüten sind, durfte der Bulgare seine Heimreise fortsetzen.

Eine 29-jährige Österreicherin lief den Bundesbeamten am Abend auf dem Weg in den Urlaub in die Arme. Die Tirolerin war der Justiz nach einer Verurteilung wegen Betruges Ende 2016 1.350 Euro Geldstrafe oder ersatzweise 45 Tage Haft schuldig geblieben. Ursprünglich hatte die bayerische Justiz 1.800 Euro oder ersatzweise 60 Tage Haft gefordert. Die junge Frau hatte damals einen ersten Teil der verhängten Strafe bezahlt. Allerdings blieben nach Eingang der ersten paar hundert Euro die restlichen Zahlungen aus. Daher hatte die Staatsanwaltschaft seit November letzten Jahres nach der säumigen Zahlerin fahnden lassen. Den Haftbefehl vollstreckten Bundespolizisten am Münchner Airport jetzt.

Nachdem die Festgenommene die noch offene Geldstrafe plus Verfahrenskosten in Höhe von 78,50 Euro bei den Bundespolizisten am Moos-Airport eingezahlt hatte, durfte sie ihre Reise fortsetzen.