19.03.2018, 12:28 Uhr

24-Jährige geschnappt Mama hilft immer: Betrügerin kommt frei

Bei den grenzpolizeilichen Ein- und Ausreisekontrollen nimmt die Bundespolizei regelmäßig mit Haftbefehl gesuchte Personen fest. Manche müssen ins Gefängnis, andere können die Geldstrafe vor Ort bezahlen. Wieder andere sind auf die Hilfe von Familie oder Freunden angewiesen, um die Freiheit wieder zu erlangen. (Foto: Bundespolizei)Bei den grenzpolizeilichen Ein- und Ausreisekontrollen nimmt die Bundespolizei regelmäßig mit Haftbefehl gesuchte Personen fest. Manche müssen ins Gefängnis, andere können die Geldstrafe vor Ort bezahlen. Wieder andere sind auf die Hilfe von Familie oder Freunden angewiesen, um die Freiheit wieder zu erlangen. (Foto: Bundespolizei)

Selbst konnte die junge Frau ihre Strafe nicht bezahlen

FLUGHAFEN Ohne ihre Mutter säße sie jetzt im Gefängnis. Am frühen Freitagnachmittag, 16. März, ist der Bundespolizei eine gesuchte deutsche Staatsangehörige ins Netz gegangen. Als die Beamten die Berlinerin bei ihrer Einreise aus Abu Dhabi kontrollierten, entdeckten sie eine Fahndungsnotiz und nahmen die junge Frau fest. Nachdem ihre Mutter die Strafe für sie bezahlt hatte, durfte die gebürtige Kamerunerin ihre Freiheit zwar behalten, ihren Weiterflug nach Berlin hatte sie aber verpasst.

Die 24-Jährige war bereits im Mai 2016 vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen Betrug zu 450 Euro Geldstrafe oder 30 Tagen Ersatzhaft verurteilt worden. Nachdem sie anfangs noch einen Teilbetrag an die Staatskasse entrichtet hatte, blieb sie in der Folge 320 Euro Geldstrafe plus Verwaltungskosten von 82 Euro oder ersatzweise 21 Tage Haft schuldig. Daher schrieb die Staatsanwaltschaft Berlin die gebürtige Kamerunerin im November letzten Jahres zur Festnahme aus.

Auch jetzt konnte die säumige Zahlerin die geforderte Restsumme selbst nicht aufbringen. Sie bemühte sich zwar redlich, die Summe beizubringen, hatte aber damit so ihre Schwierigkeiten. Erst mit einem Anruf bei ihrer Mutter hatte die Berlinerin Glück. Die Dame überwies umgehend den geforderten Betrag an die Staatskasse und machte sich mit dem Überweisungsbeleg auf zur Polizeidienststelle an ihrem thüringischen Wohnort.

Nachdem die Thüringer Polizeibeamten den Münchner Bundespolizei-Kollegen eine Kopie des Überweisungsbelegs gefaxt hatten, durfte die Missetäterin die Wache im Erdinger Moos wieder verlassen.