26.02.2018, 23:05 Uhr

Angeblicher Familienbesuch Ohne Visum nach Irland

An den Ein- und Ausreisekontrollstellen am Münchner Flughafen ziehen Bundespolizisten fast täglich Reisende aus dem Verkehr, die die wahren Gründe ihrer Reise verschleiern wollen. (Foto: Bundespolizei)An den Ein- und Ausreisekontrollstellen am Münchner Flughafen ziehen Bundespolizisten fast täglich Reisende aus dem Verkehr, die die wahren Gründe ihrer Reise verschleiern wollen. (Foto: Bundespolizei)

Georgier scheitern an Bundespolizisten am Münchner Flughafen

FLUGHAFEN Sie kamen aus Polen und wollten angeblich die Familie in Irland besuchen. Ohne Visum ließen Bundespolizisten die fünf Georgier am Freitag, 23. Februar, aber nicht ausreisen. Schließlich fanden die deutschen Grenzpolizisten heraus, dass die drei Erwachsenen mit zwei Kindern illegal nach Dublin reisen wollten. Deshalb schickten sie alle fünf wieder zurück in ihr Heimatland.

Ein 27-jähriger Georgier war zusammen mit seiner 25-jährigen Frau, den beiden ein und fünf Jahre alten Töchtern und einem 26-jährigen Bekannten auf dem Weg von Warschau nach Dublin. Bei der zentralen Ausreisekontrollstelle der Bundespolizei legte die fünfköpfige Gruppe georgische Reisepässe vor. Bundespolizisten überprüften die Dokumente und die Reisenden. Der 27-Jährige erzählte, er wolle zusammen mit den anderen seine Eltern in Irland besuchen und habe selbst jahrelang dort gelebt. Die Beamten aber stellten fest, dass die Georgier die für Irland benötigten Visa nicht vorweisen konnten. Des Weiteren erklärten die drei Erwachsenen den Polizisten, man habe ursprünglich von Warschau nach Dublin fliegen wollen, habe dort aber den Flug verpasst. Also habe man einen Verwandten gebeten, die Flüge online umzubuchen. Die Bundespolizisten nahmen die fünf zur genaueren Prüfung der Reiseumstände daraufhin erst einmal mit zur Wache.

Dort fanden die Beamten heraus, dass die Weiterflüge nicht auf die georgischen Personaldaten der Reisenden gebucht waren, sondern mit griechischen Identitätskarten. Mit diesen Fakten konfrontiert, gaben die beiden Männer und die Frau sich ahnungslos: das würde ja keinen Sinn machen.

So sahen es die Beamten auch. Ihrer grenzpolizeilichen Erfahrung folgend würde es nur Sinn machen, wenn die Georgier ihre Visafreiheit nutzend die erste Etappe nach München genommen hätten, um dann mit falschen Identitäten illegal nach Irland weiterzureisen. Aufgrund dieses Verdachts zeigten die Bundesbeamten die drei erwachsenen Georgier wegen unerlaubter Einreise und Aufenthalts an und schickten sie zusammen mit den beiden Mädchen am nächsten Tag zurück nach Tiflis.