23.10.2019, 08:48 Uhr

Kinder lösten Großeinsatz aus „Vermummter Einbrecher“ entpuppt sich als Lüge

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Das Fangen-Spiel zweier Geschwister endet am Montagnachmittag nicht nur mit einem Sturz durch eine Glastür, sondern löste sogar einen anschließendem Polizei-Großeinsatz.

MOOSTHENNING Am späten Montagnachmittag meldete ein besorgter Familienvater zweier Grundschüler (8 und 10 Jahre) aus der Gemeinde Moosthenning, dass laut Schilderung seiner beiden Kinder ein schwarzgekleideter Mann mit Sturmhaube über den Kopf in die Wohnung eingedrungen sei und von dem Jungen auf dem Flur angetroffen wurde. Danach habe der rabiate Einbrecher den Jungen gepackt und diesen mit dem Kopf voran gegen das Glaselement der Wohnzimmertüre geschlagen. Hierdurch sei das Glaselement zu Bruch gegangen, wodurch sich der Zweitklässler leichte Schnittwunden an Kopf und Brust zugezogen habe.

Bei der Erstbefragung durch die Polizeibeamten bestätigten die beiden Geschwister den geschilderten Tatablauf, weshalb sofort entsprechende Fahndungsmaßnahmen mit Unterstützung mehrerer Streifenbesatzungen der angrenzenden Polizeidienststellen eingeleitet wurden.

„Eine eingehende Befragung der achtjährigen Schwester des ,Opfers‘ ergab dann schon erste Ungereimtheiten“, so ein Polizeisprecher. Gegenüber den aufnehmenden Beamten der Kriminalpolizei räumte der Junge im Kinderkrankenhaus Landshut schließlich ein, dass die Geschichte erfunden war und er beim „Fangen-Spielen“ mit seiner Schwester durch das Glaselement gestolpert sei. Er konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Mindestens so schnell wie sich die anfängliche kleine Lüge verselbstständigt hatte, verbreitete sich allerdings auch im Internet bzw. in diversen Chat-Gruppen das Gerücht, dass angeblich in Mengkofen ein bewaffneter Irrer herumlaufen würde, der bereits einen Zehnjährigen angegriffen habe, was sich bekanntlich als „Ente“ herausstellte.

Die Polizei bittet daher, entsprechende „Ereignisse“ nur dann in den sozialen Netzwerken zu verbreiten, wenn diese definitiv aus gesicherten Quellen bzw. von der Polizei stammen.


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