29.05.2019, 17:48 Uhr

Aufwendige Bergung auf der A 92 Navi-Bedienung endet für Lkw-Fahrer im Graben


Leicht verletzt wurde am frühen Mittwochmorgen der Fahrer eines Kühltransporters, der durch die Bedienung seines Navigationsgeräts die Kontrolle über seinen Sattelzug verlor und zwischen den Anschlussstellen Wörth a.d. Isar und Dingolfing-West im Graben landete.

NIEDERVIEHBACH Am Mittwochmorgen gegen 6.15 Uhr fuhr ein 65-Jähriger aus Tschechien mit seinem Kühltransporter auf der A92 in Richtung Deggendorf. Zwischen den Anschlussstellen Wörth a.d. Isar und Dingolfing-West kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und landete im Graben. Nach derzeitigen Ermittlungen der Autobahnpolizeistation Wörth a.d. Isar führte die Bedienung des Navigationsgerätes dazu, dass der Fahrer die Kontrolle über seinen Sattelzug verlor.

Die Autobahnmeisterei Wörth a. d. Isar sicherte die Unfallstelle ab und reinigte die Fahrbahn, die mit Erdreich verschmutzt war. Durch das THW wurde die Ladung, die aus gekühlten Lebensmittel bestand, auf einen Ersatz-Lkw umgeladen. Der rechte Fahrstreifen musste gesperrt werden. Die Bergung des Sattelzuges zog sich bis 15 Uhr. Es bildete sich dabei ein kilometerlanger Rückstau. Der Gesamtschaden beträgt ca. 30.000 Euro.

Wie die Polizei betont, „wurde durch die im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer vorbildlich eine Rettungsgasse gebildet“. Allerdings missbrauchte ein 25-Jähriger aus Bochum die Rettungsgasse auch, um schneller voranzukommen, und fuhr zwischen den stehenden Fahrzeugen hindurch. Er hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass diese Dreistigkeit von Beamten der Autobahnpolizeistation Wörth a.d. Isar beobachtet wurde. Ihn erwartet eine Geldbuße in Höhe von ca. 400 Euro und Punkte in Flensburg. „Dass er nicht Zeit gewann, sondern verlor, sei hier nur am Rande erwähnt“, so die Polizei.


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