28.03.2019, 15:29 Uhr

Sicherheitsbericht vorgestellt Gesamtkriminalität im Landkreis rückläufig

Von links: PHK Franz Salzberger (stv. Leiter PI Landau a.d.Isar), EPHK Max Mundt (Leiter PI Dingolfing), Kriminaldirektor Werner Mendler (Leiter KPI Landshut), Landrat Heinrich Trapp, Polizeipräsident Herbert Wenzl, VOI Ulrich Schüll und VAR Anton Knöckl, Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt, Abteilungsleiterin ORRin Elisabeth Fischer. (Foto: Polizei)Von links: PHK Franz Salzberger (stv. Leiter PI Landau a.d.Isar), EPHK Max Mundt (Leiter PI Dingolfing), Kriminaldirektor Werner Mendler (Leiter KPI Landshut), Landrat Heinrich Trapp, Polizeipräsident Herbert Wenzl, VOI Ulrich Schüll und VAR Anton Knöckl, Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt, Abteilungsleiterin ORRin Elisabeth Fischer. (Foto: Polizei)

Polizeipräsident Herbert Wenzl überreichte am Mittwoch im Rahmen des jährlichen Sicherheitsgesprächs den Sicherheitsbericht 2018 für den Landkreis Dingolfing-Landau an Landrat Heinrich Trapp. Ein positiver Trend im Landkreis Dingolfing-Landau: Die Fallzahlen sind in sämtlichen, wesentlichen Deliktsbereichen rückläufig. Die Aufklärungsquote konnte im Vergleich zum vergangenen Jahr nochmals gesteigert werden.

DINGOLFING Ein erfreuliches Ergebnis vorweg - die Gesamtkriminalität, ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße, ist im Landkreis Dingolfing-Landau im vergangenen Jahr um 107 Straftaten auf 3.103 Fälle zurückgegangen. Dies bedeutet einen Rückgang um 3,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Ein wichtiger Index für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung ist die sog. Häufigkeitszahl. Sie gibt die Anzahl der erfassten Straftaten im Jahr, gerechnet auf 100.000 Einwohner, wider. Die Häufigkeitszahl von 3.238 (2017: 3.378) liegt im 10-Jahresvergleich deutlich unter dem Mittelwert (4.795).

Auch die Aufklärungsquote konnte im Landkreis Dingolfing-Landau von 65,3 % im vergangenen Jahr auf 67,5 % gesteigert werden und liegt damit 3 % über dem gesamtbayerischen Wert von 64,5 % (PP Niederbayern: 68,2 %).

Erfreulich auch die Zahlen im Bereich der Gewaltkriminalität. Lagen die erfassten Straftaten im Jahr 2017 noch bei 135 Fällen, so wurden 2018 insgesamt 33 Straftaten weniger registriert und liegen damit deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Die Fallzahlen im Bereich der Diebstahlskriminalität sind ebenfalls rückläufig; hier ist ein Rückgang um 148 auf 856 Fälle (2017: 1.004) zu verzeichnen (- 14,7 %). Rückläufig sind auch die Deliktszahlen bei der Straßenkriminalität. Im Berichtsjahr wurden 516 Fälle, also 51 Straftaten weniger als 2017 (567) registriert. Zur sog. Straßenkriminalität werden alle im öffentlichen Raum begangenen Straftaten, z. B. Sachbeschädigungen und Körperverletzungen, gezählt.

Positiv ist auch, dass es in den eigenen vier Wänden noch etwas sicherer geworden ist. Durch entsprechende polizeiliche Schwerpunktsetzung einhergehend mit einem Maßnahmenbündel ist es gelungen, die Zahl der Wohnungseinbrüche zu reduzieren. Der niederbayernweite positive Trend im Bereich der Wohnungseinbruchskriminalität setzte sich im Vergleich der letzten fünf Jahre auch 2018 fort und machte sich auch im Landkreis bemerkbar. Wurden 2017 noch 27 Wohnungseinbrüche registriert, waren es im Berichtsjahr 9 Fälle weniger.

Auch im Bereich der Rauschgiftkriminalität gab es im Landkreis Dingolfing-Landau einen leichten Rückgang der Straftaten; die registrierten Delikte sanken hier von 286 in 2017 auf 279. Naturgemäß ist jedoch in diesem Deliktsfeld das Dunkelfeld, also der Anteil der der Polizei nicht bekannt gewordenen Straftaten, hoch.

Im Bereich der Verkehrsunfallstatistik wurden 2018 im Landkreis Dingolfing-Landau 3.461 Verkehrsunfälle polizeilich erfasst. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr (3.444) eine geringfügige Zunahme um 0,5 % dar. Im Berichtsjahr kamen leider drei Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben, 2017 waren es sechs Personen. Bei den Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss sank die Zahl von 43 Unfällen in 2017 auf 40 Unfälle in 2018 (- 7 %).

Die Geschwindigkeitsunfälle gingen nur unwesentlich zurück; im Vorjahr wurden 93 Unfälle polizeilich registriert, 2018 waren es 92. Eine starke Zunahme gab es bei den registrierten Fahrrad-/Pedelecunfällen; 2017 wurden insgesamt 64 Unfälle mit Radfahrern erfasst, im Berichtsjahr 2018 lag die Zahl bei insgesamt 94 Unfällen. Bei den Wildunfällen gab es einen leichten Rückgang von 1.506 Unfällen in 2017 auf 1.419 Unfälle in 2018.

Abschließend betonte Polizeipräsident Wenzl, dass die niederbayerische Polizei auch in Zukunft alles daran setzen werde, die objektive Sicherheit weiterhin so gut zu halten und die „gefühlte Sicherheit“ der niederbayerischen Bevölkerung noch weiter zu stärken. Eine optimale Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung, den Sicherheitsbehörden und der Polizei schaffte die Basis für eine gute Sicherheitslage in Niederbayern, so Polizeipräsident Wenzl.

Landrat Trapp sagte diesbezüglich seitens des Landkreises Dingolfing-Landau seine vollumfängliche Unterstützung zu und bedankte sich abschließend für die aus seiner Sicht hervorragende Zusammenarbeit mit der niederbayerischen Polizei.


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