20.12.2018, 15:16 Uhr

Reinhold Führmann geht in Ruhestand Polizeiinspektion Dingolfing verabschiedet langjährigen Verkehrserzieher

Verkehrserzieher Reinhold Führmann verabschiedet sich in den Ruhestand. (Foto: Polizei)Verkehrserzieher Reinhold Führmann verabschiedet sich in den Ruhestand. (Foto: Polizei)

Jährlich hat er fast 1.000 Kinder für den Straßenverkehr fit gemacht.

DINGOLFING Nach 23 Jahren Dienstzeit als Verkehrserzieher geht Polizei-Oberkommissar Reinhold Führmann zum Jahreswechsel in den Ruhestand. Zum 1. Dezember 1995 wurde Reinhold Führmann zum Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Dingolfing bestellt. Im Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring absolvierte er Seminare zur Verkehrspädagogik mit den Schwerpunkten Didaktik, Psychologie, Rhetorik und Verkehrsrecht. Fortan oblagen ihm Planung und Durchführung des praktischen Radfahrunterrichts der 4. Jahrgangsstufen der Grundschulen sowie der 5. Jahrgangsstufen der Förderschulen im Landkreis Dingolfing-Landau. Zusammen mit den Verkehrserziehern der Polizeiinspektion Landau, anfangs Josef Beer und seit 2009 Helmut Mühlberger, bildete er die Schüler zu verkehrssicheren Radfahrern aus.

Von insgesamt 16 Schulen des Landkreises durchliefen im Schnitt rund 950 Kinder jährlich die Jugendverkehrsschule; ab dem Schuljahr 2002/2003 reihte sich zusätzlich die Montessori-Schule Landau ein. Der Spitzenwert der ausgebildeten Schüler lag im Schuljahr 2000-2001 bei 1.212 Kindern in 48 Klassen. Reinhold Führmann war stets um ein hohes Niveau in der praktischen Ausbildung bemüht. So wurde der Schulversuch „Radfahren in der Verkehrswirklichkeit“ nach dessen Einführung im Herbst 1999 unverzüglich umgesetzt und die Schüler nicht mehr ausschließlich auf dem Übungsplatz, sondern auch im realen Straßenverkehr unterrichtet.

Die Fahrradausbildung ist nur in enger Zusammenarbeit mit anderen Behörden erfolgreich zu gestalten. Zur Radfahrausbildung stehen im Landkreis sechs Übungsplätze zur Verfügung; die Gerätschaften und Fahrräder werden täglich mit einem Lkw, dessen Träger der Landkreis ist, zu den Übungsplätzen transportiert. Reinhold Führmann bedankt sich bei den Klassenlehrern, den Schulleitungen, dem LRA Dingolfing-Landau, dem Kreisbauhof für die technische Unterstützung, sowie bei den Bauhöfen der Kommunen, welche die Übungsplätze instand halten.

Eine weitere Aufgabe des Verkehrserziehers ist die Schulwegsicherung. Dazu wurden jedes Jahr zahlreiche Schüler- und Schulbuslotsen von ihm ausgebildet. In enger Zusammenarbeit mit der Kreisverkehrswacht Dingolfing e.V. organisierte Führmann jährlich einen Tagesausflug für die Schülerlotsen als Belohnung für ihr Engagement. Als persönliches Steckenpferd führte er bis 15-mal die „Kinderpolizei“ in der Spielstadt „Landolfing“ durch. Zur Freude der teilnehmenden Kinder, die auf diese Weise positiven Kontakt mit der „echten“ Polizei erfuhren.

Seit Beginn der praktischen Verkehrserziehung im Schuljahr 1973/74 wurden in Bayern etwa 5,5 Mio. Schüler von der Polizei zu verkehrssicheren Radfahrern ausgebildet. In Bayern nahmen im letzten Schuljahr rund 110.000 Kinder teil, 387 Polizeibeamte sind dazu als Verkehrserzieher eingesetzt. Der Erfolg ihrer Arbeit zeigt sich an sinkenden Unfallzahlen. So ging von 1973 bis 1999 die Zahl der getöteten Radfahrer im Alter von 10 bis 15 Jahren um über 90 % zurück.

Landrat Heinrich Trapp und Dienststellenleiter EPHK Max Mundt sprachen Reinhold Führmann für seine geleistete Tätigkeit ihren Dank aus und verabschiedeten ihn mit den besten Wünschen für die Zukunft in den Ruhestand.


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