22.07.2020, 13:05 Uhr

Großübung Bundespolizei übt den Einsatz von Wasserwerfern


„Der Einsatz einer Wasserwerfer-Staffel und von Einsatzzügen anlässlich unfriedlicher demonstrativer Aktionen im Stadtgebiet“, so lautete das Thema der Übung.

Deggendorf. Fünf Wochen lang führte die Bundespolizeiabteilung Deggendorf (BPOLABT DEG) eine Verwendungsfortbildung Wasserwerfer 10000 für Technische Fachkräfte in der Wasserwerfer- und Sonderwageneinheit durch.

Unter der Leitung von PHK Markus Heine wurden Angehörige dieser speziellen Einheit intensiv auf die Verwendung am Wasserwerfer vorbereitet. Neben zwei schriftlichen und einer praktischen Prüfung sowie diversen praktischen Übungen mussten sie sich einem anspruchsvollen Abschlusstraining stellen und ihre erworbenen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Zugleich diente diese Übung als Leistungskontrolle für Bundespolizisten, die Anfang März ihren Dienst in Deggendorf angetreten haben und seither intensiv auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet wurden. In den frühen Morgenstunden traten rund 150 Trainingskräfte zur Einweisung in die fiktive Lage und zur Befehlsausgabe an, um die jeweiligen Aufträge zu übernehmen beziehungsweise sich auf möglichst realistische Einsatzszenarien vorzubereiten.

„Der Einsatz einer Wasserwerfer-Staffel und von Einsatzzügen anlässlich unfriedlicher demonstrativer Aktionen im Stadtgebiet“, so lautete das Thema der Übung, die auf dem gesamten Standortgelände der BPOLABT DEG stattfand und von PHK Georg Königseder geleitet wurde. Nahezu alle an diesem Tag verfügbaren Kräfte wurden als Übende oder polizeiliches Gegenüber in szenetypischer Bekleidung eingesetzt, teilweise mit Vermummung, ausgestattet mit Material wie Wurf- und Schlaggegenständen sowie Transparenten. Versammlungen von extremistischen Organisationen und militanten Gruppierungen, diverse Blockaden, gewalttätige Widerstände, Mahnwachen, Kundgebungen, Hooliganaktionen, aber auch Brände forderten die Einsatzkräfte fast zwölf Stunden lang. Szenarien, die in der Vergangenheit, wie etwa anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg, zur Realität im bundespolizeilichen Aufgabenbereich gehörten, galt es rechtssicher zu bewältigen. Lautstarkes Skandieren von Parolen, Funksprüche, Lautsprecherdurchsagen mit Androhung des Wassereinsatzes bis hin zum Kommando „Wasser marsch“ schallten durch die Abteilung.

Ein Schwerpunkt der Übung lag neben Aufträgen wie Streckenschutz, Aufzugsbegleitung oder Brandbekämpfung insbesondere auf der Zusammenarbeit der Wasserwerfer-Staffel mit anderen Einsatzkräften beim Räumen von Barrikaden.


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