20.03.2020, 12:12 Uhr

Herausforderung Bundespolizei im Krisenmodus


Schon viele Katastrophenfälle wie Hochwasser, Schneekatastrophe oder die Migrationslage hat die Bundespolizeiabteilung Deggendorf in der Vergangenheit bewältigt. Die Corona-Pandemie ist aber auch für die Bundespolizei eine neue Herausforderung.

Deggendorf/Bayern. Aus Gründen des Infektionsschutzes ist es ausschließlich aktiven Mitarbeitern gestattet, die Abteilung zu betreten. Das Einsatzgeschehen an der Grenze geht jedoch weiter.

Die Bundesbereitschaftspolizei verstärkt –wie bisher auch schon – die Bundespolizeidirektion München an der deutsch-österreichischen Grenze. Die BPOLABT DEG ist weiterhin im Bereich der Bundespolizeiinspektion Passau (BAB 3 bei Rottal-Ost) sowie derzeit auch im Bereich der Bundespolizeiinspektion Freilassing eingesetzt. Ziel der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen ist die weitere Eindämmung der Infektionsgefahren durch das Corona-Virus. Daher dürfen Reisende ohne triftigen Grund nicht mehr einreisen. Bei Reisenden mit triftigem Grund wird eine Einzelfallentscheidung getroffen.

Der grenzüberschreitende Warenverkehr sowie die grenzüberschreitenden Berufspendler sind davon nicht betroffen. Die Pendler werden gebeten, entsprechende Nachweise mitzuführen.

Die Bundespolizei misst grundsätzlich kein Fieber. Bei Reisenden mit Krankheitssymptomen werden in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden die erforderlichen Maßnahmen getroffen.

Die Technische Einsatzhundertschaft führt technische Maßnahmen wie Absperrung und Bereitstellen von Zelten mit Beleuchtungsgerät an der gesamten deutsch-österreichischen Grenze durch, um die Funktionsfähigkeit der Kontrollstellen zu gewährleisten.

Erster Polizeihauptkommissar (EPHK) Hans Fischl sowie Polizeihauptkommissar Marco Göbel, deren Einheit (3. Einsatzhundertschaft) derzeit die Grenzkontrollen im Bereich Passau durchführt, kamen am Donnerstag zur Dienstaufsicht an die Grenze, um sich vor Ort ein Bilde von der Lage zu machen. Insbesondere liegt ihnen das Wohlergehen ihrer Einsatzkräfte am Herzen. Beide nahmen sich viel Zeit, um sich, soweit wie möglich, persönlich bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erkundigen. „In der derzeitigen Lage ist die mentale Belastung nicht zu unterschätzen. Eine mögliche Ansteckung ist in den Köpfen der Einsatzkräfte latent, jedoch verrichten sie ihren Dienst professionell und mit großem Engagement zum Wohle Aller“, so der Eindruck von EPHK Fischl.


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