22.12.2019, 08:20 Uhr

Verkehrsunfall Traktor stürzt in Bachbett, Fahrer bedroht anschließend die Polizei

Der Traktor stürzte beim Überqueren der schmalen Brücke in den Bach. (Foto: Walter Wisberger/zema-medien.de)Der Traktor stürzte beim Überqueren der schmalen Brücke in den Bach. (Foto: Walter Wisberger/zema-medien.de)

Alkoholisierter Fahrer stürzt mit Traktor in Bachbett und bedroht anschließend die Polizei mit einer Schusswaffe.

LALLING Am Donnerstagabend den 19. Dezember gegen 18.45 Uhr stürzte bei Lalling im Landkreis Deggendorf ein Traktor beim Überqueren einer schmalen Brücke in den Bach. Mithilfe der Feuerwehr konnte der Fahrer aus dem Fahrzeug befreit werden. Im Anschluss entfernte sich der alkoholisierte 60-Jährige von der Einsatzstelle und begab sich in seine nahegelegene Wohnung. Als die Polizei ihn zu Hause aufsuchte, fuchtelte er mit einer Waffe herum und teilte den Polizisten mit, dass er nicht wisse, wie er reagiere, wenn sie näher kommen. Daraufhin wurde ein Spezialeinsatzkommando(SEK) angefordert. Erst gegen 3 Uhr konnte dann der 60-jährige Tatverdächtige widerstandslos festgenommen werden. Beim Zugriff wurde niemand verletzt.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung konnten eine Faustfeuerwaffe und mehrere Langwaffen sichergestellt werden. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen hatte der Mann diese größtenteils ohne erforderliche waffenrechtliche Erlaubnis in Besitz. Die Polizeiinspektion Deggendorf ermittelt jetzt unter anderem wegen des Verdachts der Unfallflucht, Trunkenheit im Verkehr und Verstöße nach dem Waffengesetz. Der Tatverdächtige wurde in Sicherheitsgewahrsam genommen.

Bei der Erstalarmierung der Einsatzkräfte nach dem Unfall waren die Einsatzkräfte noch davon ausgegangen, dass eine Person eingeklemmt war, deshalb wurden auch die drei Feuerwehren aus Lalling, Hunding und Schaufling zur Einsatzstelle gerufen. Dort stellte sich jedoch heraus, dass der Fahrer nur eingeschlossen war. Bei stärkeren Verletzungen oder Bewusstlosigkeit hätte die Situation in dem einen halben Meter tiefen Wasser für ihn durchaus brenzlig werden können. So konnte er ohne äußere Verletzungen mit Hilfe der Feuerwehr das Fahrzeug verlassen und sich aus dem „Staub“ machen. Weil Betriebsstoffe ausgelaufen waren, errichtete die Feuerwehr eine Ölsperre im Bach und entschied den Traktor noch in der Nacht zu bergen. Dazu wurden der Kran- und Rüstwagen mit Seilwinde der Deggendorfer Feuerwehr nachalarmiert.


0 Kommentare