11.07.2019, 10:13 Uhr

Nachwuchsgewinnungsprojekt Countdown für die Panther Challenge 2019


Sechste Auflage von „Deutschlands härtestem Schülercamp“ steht bevor.

DEGGENDORF Das bundesweit einzigartige Nachwuchsgewinnungsprojekt der Bundespolizei, die Panther Challenge, geht in diesem Jahr im Standort Deggendorf bereits in die sechste Runde. Aufgrund des durchschlagenden Erfolges mit dieser Veranstaltung, Jugendlichen das Berufsbild des Bundespolizisten möglichst authentisch und realistisch zu vermitteln, wird bundesweit an drei weiteren Standorten der Bundesbereitschaftspolizei, nämlich in Bad Bergzabern (Baden-Württemberg), in Blumberg (Brandenburg), und in Ratzeburg (Schleswig-Holstein) die Challenge nach dem „Deggendorfer Modell“ durchgeführt.

Die Entscheidung des Präsidenten der Direktion Bundesbereitschaftspolizei, Uwe Sieber, das Projekt in mehreren Standorten anzubieten und als Marke zu etablieren, folgte aufgrund der Bewerberfluten für das Schülercamp in Deggendorf. Ein Format, das ursprünglich für Schüler aus dem niederbayerischen Einzugsbereich gedacht war, stieß spätestes nach der TV-Reportage „Achtung Kontrolle“ auf bundesweites Interesse. Zum ersten Mal werden nunmehr 400 Schülerinnen und Schüler fast zeitgleich den Spirit der Bundespolizei erleben.

Vom 16. bis zum 18. Juli heißt es bei der BPOLABT DEG wieder „Schranke hoch“ für 63 Jungs und 36 Mädchen aus Bayern und Sachsen, die sich drei Tage lang den Herausforderungen stellen werden.

„Komm in unser Team“, so der Slogan auf dem Werbeplakat.

Luisa Lang (17) und Antoni Puskarić (15) sind zwei, die es in dieses Panther Challenge-Team geschafft haben.

Beide bringen gute schulische Leistungen mit, sind sportlich sehr aktiv und haben keinerlei gesundheitliche Einschränkungen. Sie erfüllen somit die Voraussetzungen für eine mögliche spätere Bewerbung bei der Bundespolizei. Diese strengen Regeln gelten auch für die Teilnahme an der Panther Challenge.

Luisa Lang ist leidenschaftliche Schwimmerin (Freiwasser- und Eisschwimmen). Wettkampfstrecken bis 7,5 Kilometer oder 200 Meter im 2,3 Grad kalten Eiswasse. Diesen Extremsituationen setzt sie sich freiwillig gerne aus. „Es macht mir einfach Spaß, meine körperlichen Grenzen auszuloten“, so die Salchingerin.

Auch Bundespolizisten sind Extremsituationen ausgesetzt. Gewalttätige Demonstrationen, Fußballfanbegleitungen mit Ausschreitungen von Hooligans, Großveranstaltungen wie der G 20-Gipfel oder auch die Migrationslage, können die Polizisten nahe an physische und psychische Belastungsgrenzen bringen.

Ihr berufliches Ziel hat Luisa, die im nächsten Jahr ihr Abitur erlangen wird, fest im Visier: „Mein absoluter Traum ist es, Pilotin bei der Bundespolizei zu werden und das Cockpit zu meinem Arbeitsplatz zu machen.“

Wie es ist, im Cockpit eines Eurocopter zu sitzen, das wird Luisa persönlich testen, wenn die EC 155 in Stauffendorf eine Luftrettungsübung absolviert (unter Einsatzvolbehalt).

Antoni Puskarić, Schüler der Wirtschaftsschule Deggendorf, ist gewissermaßen bundespolizeilich vorbelastet. „Drei meiner vier Schwestern arbeiten bereits bei der Bundespolizei. Sie erzählen oft von ihren dienstlichen Erfahrungen und Erlebnissen. Das fasziniert mich immer wieder. Bei der Panther Challenge habe ich die einmalige Chance, den Teamgeist der Bundespolizei selbst zu erleben“, so Antoni.

In seiner Freizeit spielt Antoni gerne Fußball und Basketball. Seit sechs Jahren trainiert er Kickboxen im Verein und nimmt auch an Wettkämpfen teil. „Besonders freue ich mich auf das Einsatztraining mit der Kickboxweltmeisterin Julia Irmen und den Polizeitrainern.“

Antoni hat kroatische Wurzeln und ist österreichischer Staatsbürger. Die Tatsache, dass er neben deutsch auch fließend kroatisch und englisch spricht, ist für einen Bundespolizisten, der nicht nur bundesweit eingesetzt werden kann, durchaus von Vorteil. Die Bundespolizei bietet viele Projekte und Verwendungen im Ausland an, bei denen derartige Sprachkenntnisse gefragt sind.

Luisa und Antoni freuen sich auf die Herausforderungen der Panther Challenge nächste Woche. Sie dürfen diese Chance nutzen, die vielfältigen Facetten, die der Beruf des Bundespolizisten/der Bundespolizistin bietet, hautnah zu erleben.

Nach den drei realen Härtetagen werden sie für sich entscheiden können, ob eine Bewerbung für die Ausbildung bei der Bundespolizei in Frage kommt.

Für alle sportbegeisterten Kids konnten die Organisatoren eine Weltklassesportlerin aus den Reihen der Bundespolizeisportschule Bad Endorf gewinnen. Die vierfache Olympiasiegerin, neunfache Weltmeisterin und Serien-Gesamtweltcupgewinnerin, Rennrodlerin Natalie Geisenberger (Polizeihauptmeisterin), wird bei der Siegerehrung im Rahmen der Abschlussfeier die Medaillen für die besten Teams der Challenge überreichen.

Das Organisationsteam der Panther Challenge freut sich, dass es nach den intensiven Planungen und Vorbereitungen endlich losgeht. Die Übernachtungszelte, spartanisch ausgestattet mit Stühlen und Bettgestellen, wurden in der Bundespolizeiabteilung bereits aufgebaut.

Den hohen Stellenwert dieses Nachwuchsgewinnungskonzeptes unterstreicht der angekündigte Besuch der Präsidenten der Direktion Bundesbereitschaftspolizei, Uwe Sieber (Fuldatal), der Bundespolizeiakademie, Alfons Aigner (Lübeck), und der Bundespolizeidirektion München, Dr. Karl-Heinz Blümel. Aus den Reihen der Politik haben sich die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Justiz, Rita Hagl-Kehl, sowie der Bundestagsabgeordnete Thomas Erndl angekündigt.


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