08.07.2019, 09:14 Uhr

Das wird für viele teuer Großangelegte Polizeikontrollen auf der A3


Vier Tage lang führten Beamte der Verkehrspolizeiinspektionen Deggendorf und Passau auf der A3 im und um den Baustellenbereich zwischen Hengersberg und Iggensbach umfassende Verkehrsüberwachungsmaßnahmen mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei durch.

HENGERSBERG Von Montag, bis Donnerstag, 1. bis 4. Juli, stand insbesondere der Baustellenbereich zwischen Hengersberg und Iggensbach im Fokus der Beamten. Immer wieder kommt es hier zu Verkehrsunfällen. Einen vorläufigen traurigen Höhepunkt stellt dabei der tödliche Verkehrsunfall vom 26. Mai 2019 dar. Daneben wurde auch an weiteren angrenzenden Parkplätzen und Rastanlagen kontrolliert.

Ziel der Kontrollen waren unterandrem die Überwachung der Geschwindigkeit, die Einhaltung des Sicherheitsabstandes sowie die Ablenkung, etwa durch Mobiltelefone.

Bei den durchgeführten Geschwindigkeitskontrollen wurden exakt 200 Fahrzeuge gemessen, die zu schnell unterwegs waren. Davon überschritten elf Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit so massiv, dass sie mit einem Fahrverbot und einem empfindlichen Bußgeld rechnen müssen. 189 Weitere müssen für ihre Verfehlungen zum Teil tief in die Tasche greifen. Die Spitzenreiter waren dabei in den jeweiligen Messbereichen um 56 und einmal um 58 Stundenkilometer zu schnell unterwegs. Beide Fahrer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 240 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister und einmonatiges Fahrverbot.

Gefahr durch Ablenkung

Durch ihr Mobiltelefon waren 48 Personen vom Geschehen im Straßenverkehr abgelenkt. Sie erwartet neben 100 Euro Bußgeld auch ein Punkt im Fahreignungsregister. Das geltende Überholverbot im Baustellenbereich missachteten 53 Verkehrsteilnehmer. Hier müssen die Fahrzeugführer mit 70 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Des Weiteren wurde der Mindestabstand zum Vorausfahrenden in 224 Fällen nicht eingehalten.

Neben diesen Verstößen im Verkehrsbereich konnten die Polizeibeamten auch noch die Totalfälschung eines ungarischen Führerscheins feststellen. Ein Fall der illegalen Abfallverbringung wurde von Beamten des Gefahrguttrupps der Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf festgestellt; ein Lkw-Fahrer transportierte Kunststoff- und Metallabfälle, ohne eine erforderliche Genehmigung gehabt zu haben. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt.

Insgesamt wurden bei der Kontrollaktion knapp 500 Fahrzeuge kontrolliert.


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