02.05.2019, 14:19 Uhr

Tag der Arbeit Bundespolizei war am 1. Mai gefordert

(Foto: bpolabt DEG)(Foto: bpolabt DEG)

Erfurt, Dresden, Berlin, das waren die Einsatzorte für rund 240 Deggendorfer Bundespolizisten anlässlich von Veranstaltungen und Versammlungen rund um den Maifeiertag.

DEGGENDORF Der 1. Mai stellt einen der wichtigsten politischen Feiertage in Deutschland dar. Auch 2019 war der „Tag der Arbeit“ Anlass für zahlreiche Versammlungen und Veranstaltungen von Parteien, Verbänden und Gewerkschaften. Darüber reichte die Spanne von friedlichen Gewerkschaftsaufzügen, Maifesten und sonstigen Versammlungen des bürgerlichen und linken Spektrums bis zu Versammlungen der rechten Szene mit entsprechenden Gegenversammlungen.

Neben den klassischen Themenfeldern spielte die Migrations- und Sicherheitspolitik eine tragende Rolle und stand insbesondere im Mittelpunkt von Mobilisierungsbestrebungen der rechten Szene. Erfahrungsgemäß war im Zusammenhang mit den Veranstaltungs- und Versammlungsgeschehen um den 1. Mai mit Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu rechnen.

Eine Einsatzhundertschaft war unter der Führung von Erstem Polizeihauptkommissar Manfred Behnke zur Verstärkung bei Einsatzmaßnahmen in Erfurt eingesetzt. Ein Trupp der Beweissicherungs- und Dokumentationseinheit, zwei Aufklärungstrupps und ein Feuerlöschtrupp waren ebenso involviert wie Kollegen des polizeiärztlichen Dienstes. Im besonderen Fokus stand die diesjährig angemeldete AfD-Kundgebung mit demonstrativen Gegenveranstaltungen in der thüringischen Landeshauptstadt. Die Deggendorfer Einsatzkräfte überwachten die An- und Abreise zur Auftaktkundgebung. Dabei kam es mehrfach zum versuchten Durchbruch von Absperrungen der Sicherheitskräfte durch Teilnehmer der Gegenveranstaltungen. Diese konnten mittels zwangsweiser Durchsetzung von Platzverweisen verhindert werden. Alle Beteiligten blieben dabei unverletzt.

Die Technische Komponente aus Deggendorf unterstützte die Polizei des Freistaates Sachsen. Zugführer, Polizeihauptkommissar Markus Heine, führte seine Einheit mit zwei Wasserwerfern 10000, um in Dresden anlässlich der Veranstaltungen für Sicherheit zu sorgen. Dieser Einsatz verlief ohne besondere Vorkommnisse.

Eine weitere Einsatzhundertschaft unter Erstem Polizeihauptkommissar Xaver Heinrich war anlässlich des 140. Baumblütenfestes, dem größten Volksfest in den neuen Ländern, in Werder (Havel) bei Berlin gefragt. Bis zu 500.000 Besucher werden dort binnen einer Woche erwartet. Ein Großteil nutzt den öffentlichen Personennahverkehr.

Wie schon in den vergangenen Jahren verstärkten die Deggendorfer ihre Berliner Kollegen bei der Überwachung der An- und Abreise der Festbesucher und der Reisendenlenkung. Zur fortgeschrittenen Stunde erforderte der Alkoholkonsum der Festbesucher und seine Folgen konsequentes polizeiliches Einschreiten im Bereich der Bahn. Es kam zu aggressivem Verhalten, verbalen Auseinandersetzungen bis hin zu Tätlichkeiten. Beleidigungen, Körperverletzungen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte kamen zur Anzeige.

Auch der Deggendorfer Polizeiarzt, Medizinaloberrat Peter Rothenaichner, war in der Bundeshauptstadt anlässlich der Mai-Veranstaltungen eingesetzt. Zum einen hatte er den Auftrag, die eigenen Einsatzkräfte sanitätsärztlich zu versorgen, zum anderen, um Prüfungen der Gewahrsamsfähigkeit der Festgenommenen sowie erforderliche Blutentnahmen durchzuführen. Mehrere Beamte wurden verletzt, unter anderem erlitten sie nach Zündung von Pyrotechnik ein Knalltrauma.

Geistlichen Beistand leistete der Seelsorger der Bundespolizei, Pater Gabriel, der es sich nicht nehmen ließ, seine „Schäfchen“ beim Einsatz in Berlin zu begleiten.

Am 1. Mai wird in Bayern nach altem Brauch in den Städten und Dörfern der Maibaum aufgestellt und gefeiert. Da für die Deggendorfer Bundespolizisten rund um diesen Feiertag, wie in jedem Jahr, Einsatz angeordnet ist, wird ein weiß-blaues „Prachtstangerl“ in der Bundespolizeiabteilung eine Woche später aufgestellt. Zu diesem Ereignis hat sich sogar der Präsident der Bundesbereitschaftspolizei, Präsident Uwe Sieber, angekündigt.


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