28.04.2019, 10:30 Uhr

Wiesn-Polizeibericht So war das erste Frühlingsfest-Wochenende

(Foto: Hannes Lehner)(Foto: Hannes Lehner)

Schlägereien, Widerstand, Beleidigungen und Diebstähle.

DEGGENDORF Freitag, 26. April:

Um 21.11 Uhr wurde ein 17-jähriger Deggendorfer zunächst von einer dreiköpfigen Gruppe Jugendlicher geschlagen. Der 17-Jährige wehrte sich mit einem Weißbierglas. Dieses schlug er einem der Täter gegen den Kopf und verletzte ihn.

Der Täter sowie der 17-Jährige wurden ärztlich versorgt. Als das Weißbierglas zersplitterte, wurden zwei 18-jährige Unbeteiligte durch umherfliegende Glassplitter und einen versehentlichen Ellbogenschlag des 17-Jährigen verletzt. Alle Beteiligten hatten Alkoholwerte zwischen 0,8 und 1 Promille.

Den 17-jährigen Deggendorfer sowie gegen die drei anderen Jugendlichen Täter wird wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Gegen 22.25 Uhr wurde ein 19-jähriger Deggendorfer durch Mitarbeiter der Deggendorfer Sicherheitswacht schlafend im Toilettenbereich entdeckt. Er wurde angewiesen, sich zu entfernen, da er Passanten anpöbelte und sich ungebührlich verhielt. Als er dem erteilten Platzverweis nicht Folge leistete, wurde eine Streifenbesatzung der PI Deggendorf herbeigerufen.

Der 19-Jährige ging aggressiv auf die Streifenbesatzung los, weshalb er zu Boden gebracht und gefesselt wurde. Während er zur Wiesenwache gebracht wurde, beleidigte er die Beamten mit diversen Kraftausdrücken.

Der 19-Jährige wurde zum Ausnüchtern in die PI Deggendorf gebracht. Als er in die Zelle gebracht werden sollte, trat er einen der Beamten gegen das Bein. Der Polizist wurde jedoch nicht verletzt. Ein durchgeführter Alkotest bei dem Jugendlichen ergab einen Wert von 1,6 Promille. Den jungen Mann erwartet nun eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Zudem muss er die Kosten für den Gewahrsam tragen.

Gegen 22.30 Uhr ereignete sich eine Körperverletzung am Festgelände. Ein 20 jähriger Deggendorfer schlug einer 18 jährigen Deggendorferin mit der flachen Hand ins Gesicht. Beide Beteiligte waren alkoholisiert. Die 18-Jährige wurde nur leicht verletzt.

Samstag, 27. April:

Gegen 19.40 Uhr kam es im Weißbierzelt zu einer Streitigkeit zwischen zwei Gästen wegen eines reservierten Tisches. Ein 25-jähriger Deggendorfer geriet dabei so in Rage, dass er dem 22-jährigen Kontrahenten mit der Hand ins Gesicht schlug. Dieser wurde dabei leicht verletzt, musste aber nicht behandelt werden.

Beide Streithähne waren erheblich alkoholisiert, dem „Schläger“ wurde durch die Polizei ein Platzverweis ausgesprochen. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Zwischen 22 und 23 Uhr befand sich eine 16-Jährige aus Niederalteich in einem Festzelt auf dem Frühlingsfest. Dort wurden aus ihrer Handtasche, die sie verschlossen auf dem Biertisch gelegt hatte, zwei Smartphones und ein Geldbeutel mit Personalausweis, Scheckkarte und etwas Bargeld gestohlen. Ein unbekannter Täter hatte die Tasche trotz Anwesenheit der Geschädigten geöffnet und die Sachen geklaut. Der Beuteschaden beläuft sich auf rund 450 Euro.

Bereits am Tag davor war einer 17-jährigen Deggendorferin ebenfalls der Geldbeutel aus ihrer Handtasche entwendet worden. Sie bemerkte den Diebstahl jedoch erst am Abend danach. Laut ihrer Aussage hatte ihre Handtasche einige Zeit unbeaufsichtigt auf der Bierbank gelegen. Ein unbekannter Täter nutze diese Gelegenheit und stahl den Geldbeutel mit etwa 100 Euro Bargeld.

Gegen 23.45 Uhr kündigte ein 21-jähriger aus Oberschneiding vor dem Festzelt an, dass er dem Ex-Freund seiner Freundin nun „eine reinhauen“ würde. Er ging daraufhin zielstrebig im Zelt auf sein Opfer zu und schlug dem Eichendorfer unvermittelt mit der Faust ins Gesicht.

Ein 23-Jähriger, der dazwischen gehen wollte, bekam ebenfalls Schläge ins Gesicht und trug ein sichtbares Veilchen davon, dass vom Rettungsdienst behandelt werden musste.

Sonntag, 28. April:

Gegen 0.40 Uhr beleidigte ein 22-jähriger Volksfestbesucher aus Innernzell die auf der Wiesenwache eingesetzten Beamten. Er zeigte sich äußerst aggressiv und betitelte die Polizisten unter anderem als „Bullenschweine“. Ein Grund für die Entgleisungen war nicht ersichtlich. Da der junge Mann erheblich alkoholisiert und nicht zu beruhigen war, wurde er in Gewahrsam genommen und auf der PI Deggendorf ausgenüchtert.

Gegen 1.15 Uhr fiel ein 23-jähriger Deggendorfer mehrfach negativ auf, da er versuchte, die eingesetzten Polizeibeamten verbal zu provozieren. Der erheblich alkoholisierte Mann wurde mehrfach aufgefordert die Pöbeleien zu unterlassen und sich zu entfernen, woraufhin er die Polizisten empfindlich beleidigte. Ihm wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Er muss mit einer Strafanzeige wegen Beleidigung rechnen.


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