27.03.2018, 16:51 Uhr

Verkehrsunfall-Statistik unauffällig Die Polizeiinspektion Deggendorf stellte ein umfangreiches Zahlenmaterial vor

POR Stefan Seiler (li.) und PHK Roman Fischer (re.) (Foto: Jenner)POR Stefan Seiler (li.) und PHK Roman Fischer (re.) (Foto: Jenner)

Jeder verletzte oder gar tote Straßenteilnehmer ist einer zu viel. Dies gilt auch für den Bereich, den die Polizeiinspektion (PI) Deggendorf abdeckt. Trotzdem ist das Zahlenwerk der Verkehrsunfall-Statistik für 2017 einigermaßen unauffällig. POR Stefan Seiler und PHK Roman Fischer erläuterten in einem Bericht die Balkendiagramme, die im fünfjährigen Mittel die Zahlen von allen Verkehrsunfällen wiedergaben, von Verletzten und getöteten Personen.

DEGGENDORF Gleich zum Anfang verwies Fischer auf zwei spektakuläre Unfälle, die jeweils und tragischerweise einen tödlichen Verlauf nahmen. Es waren dies Fußgänger, die an dunklen Straßenabschnitten in dunkler Kleidung die Straße überqueren wollten. Seiler kommentierte, dass „bereits Schüler genau dies lernten: in heller Kleidung oder zumindest in auffälligen Reflexionsflächen an gut markierten Straßenübergängen die Straße queren – dies aufmerksam und den Verkehr gut im Blick.“

Hauptursachen bei Verkehrsunfällen mit schwerverletzten und getöteten Personen sind übrigens, statistisch gut belegt, eine Geschwindigkeit die in der Regel deutlich überschritten wird. Für 2017 waren dies 142. Seiler appellierte an die Einsicht der Autofahrer. „Passen Sie das Tempo adäquat an und vor allem verzichten Sie auf Handy-Gespräche während der Fahrt.“ Entsprechende Unfälle unter Alkoholeinfluss, so Seiler weiter, liegen im gleichbleibend langjährigen Mittel. Wider Erwarten erscheinen diese mit 42 Unfällen erst an fünfter Stelle. In langjähriger Erfahrung sammelt Fischer auch Unfallschwerpunkte, die gezielt überwacht bzw. verkehrstechnisch umgebaut werden. Neben der verhassten Verkehrsüberwachung sind dies Ampeln, Kreisverkehre und Fußgängerunterführungen. Zunehmend ist die Zahl an Wildunfällen. Fischer konstatierte dabei eine zunehmende Verdichtung des Straßenverkehrs. 2017 gab es insgesamt 810 mit den Schwerpunkten zwischen Deggendorf und Schaufling bzw. Deggendorf und Schloss-Egg. Gänzlich unauffällig ist die Zahl der Schulwegunfälle. Zwei sind zwei zu viel, jedoch zeigt hier eine gezielte Arbeit zweier speziell geschulten Polizisten und der Kreisverkehrswacht eine präventive Arbeit, in die durch Infoabende auch die Eltern mit eingeschlossen werden.


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