22.03.2018, 13:44 Uhr

Verkehrsstatistik Plattling Weniger Unfälle, mehr Tote

(Foto: bialasiewicz/123RF)(Foto: bialasiewicz/123RF)

Im Jahr 2017 wurden bei der PI Plattling 1309 Verkehrsunfälle registriert und bearbeitet - 24 Fälle weniger als im Vorjahr.

PLATTLING Hiervon ereigneten sich 174 Unfälle mit Personenschaden (Vorjahr 181), 265 Unfälle mit schwerwiegendem Sachschaden (Vorjahr 285) sowie 870 Kleinunfälle (Vorjahr 867) davon waren 454 Wildunfälle (Vorjahr 418).

2017 waren zwei Verkehrstote zu beklagen (Vorjahr einer).

239 Personen wurden verletzt (Vorjahr 264) – davon 27 schwer (Vorjahr 39) und 212 leicht (Vorjahr 225).

2017 ereignete sich ein Schulwegunfall mit einem verletzten Schüler (Vorjahr keiner).

In 212 (Vorjahr 218) Fällen musste wegen „Unerlaubten Entfernens vom Unfallort“ ermittelt werden. Davon konnten 62 der Fälle aufgeklärt werden.

Der Gesamtsachschaden aller Verkehrsunfälle mit Personen- und schwerwiegenden Sachschäden im Jahr 2017 beläuft sich auf ca. 2,27 Mio. Euro (Vorjahr 2,41 Mio. Euro).

Verkehrsbeteiligung

Unfälle ohne Fremdbeteiligung, also beispielsweise Abkommen von der Fahrbahn, ereigneten sich 2017 insgesamt 136 (Vorjahr 123). Bei 28 dieser Unfälle entstand kein Fremdschaden, jedoch Eigenschaden.

An den Verkehrsunfällen direkt beteiligt waren 17 Kinder (bis einschl. 13. Lebensjahr). Im Vergleich dazu waren im Vorjahr 3 Kinder beteiligt.

Die Zahl der beteiligten Senioren (ab 65 J.), die einen Verkehrsunfall verursacht haben, verminderte sich auf 54 Fälle (Vorjahr 65).

Insgesamt 55 Verkehrsteilnehmer (Vorjahr 51) aus der Gruppe „Junge Erwachsene“ (18 – 24 Jahre) wurden als Unfallverursacher festgestellt. Davon standen 2 Verkehrsteilnehmer unter Alkoholeinfluss. Ebenfalls 2 Unfallbeteiligte hatten Drogen konsumiert. Die häufigste Unfallursache dieser Altersgruppe war die „Nichtbeachtung der Vorfahrt“. Aber auch „überhöhte Geschwindigkeit“ und der „ungenügende Sicherheitsabstand“ spielten eine große Rolle.

Verkehrsteilnahme

Eine Betrachtung der Verkehrsunfälle (ohne Kleinunfälle) ergibt, dass Pkw-Fahrer am häufigsten am Unfallgeschehen beteiligt waren (511). Aber auch andere Verkehrsteilnehmer waren bei den Unfällen gut beteiligt: 56 Lkw-Fahrer, 37 Fahrradfahrer, 10 Fußgänger und 20 Führer von Krafträdern.

Hauptunfallursachen

Nr. 1 der Hauptunfallursachen war die mangelnde Sorgfalt beim Abbiegen. An zweiter Stelle steht das Nichteinhalten des erforderlichen Sicherheitsabstands, an dritter Stelle die mangelnde Aufmerksamkeit bei der Vorfahrt. Auch die Nichteinhaltung des Rechtsfahrgebots sowie nicht angepasste Geschwindigkeit führte häufig zu Verkehrsunfällen.

Alkohol - Drogen

Die Zahl der alkoholbedingten Unfälle stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr auf 23 Fälle (Vorjahr 13). 2 Unfallfahrer standen unter Drogeneinfluss.

Gegen 98 Fahrzeugführer wurden Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheits- und Drogenfahrten eingeleitet (Vorjahr 92). Davon wurden 43 Strafanzeigen und 55 Verkehrsordnungswidrigkeitsanzeigen erstattet. Bei 19 alkoholisierten Fahrzeugführern wurde der Fahrtantritt untersagt, da ihr Alkoholwert über dem Grenzbereich zu einer Ordnungswidrigkeit lag.

Bei Kontrollen im letzten Jahr wurden 104 Fahrzeugführer wegen des Benutzens eines Mobiltelefons während der Fahrt angezeigt.

395 Verkehrsteilnehmer waren während der Fahrt nicht angegurtet. Davon wurden 25 Kinder von den Eltern/Verantwortlichen nicht ausreichend oder gar nicht gesichert.

Prävention

Wie in den Jahren zuvor war auch 2017 die Verkehrssicherheitsarbeit in den Kindergärten und Schulen ein großes Anliegen der Polizeiinspektion Plattling.

Das Thema „Verkehrssicherer Schulweg“ wurde im vergangenen Jahr an insgesamt 639 Kinder in den Kindergärten sowie an allen ersten Klassen der Grundschulen vermittelt.

Mit 258 Kindern der 4. Klasse der Grundschulen führten die Beamten die Fahrradprüfungen durch.

75 Schulbuslotsen und vier Schulbusbegleiter sowie 14 Schulweghelfer wurden fortgebildet. Außerdem wurden die Mütter und Väter von Grundschulkindern in Elternabenden sensibilisiert.

Die allgemeinen Verkehrskontrollen und die konsequente Aufklärungs- und Präventionsarbeit, aber auch gezielte Kontrollen des gewerblichen und privaten Personen- und Güterverkehrs werden im Jahr 2018 fortgesetzt.

Im Hinblick auf die Anzahl der Verkehrsunfälle unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen werden weiterhin vermehrt Alkoholkontrollen im Straßenverkehr stattfinden. Zur Reduzierung der Geschwindigkeitsunfälle werden Radarmessungen durch die Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf und eigene Lasermessungen durchgeführt.

Ablenkung im Straßenverkehr und die Insassensicherung stehen ebenfalls im Fokus der Beamten.


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