23.02.2018, 16:13 Uhr

Unfallstatistik Anstieg bei Verkehrsunfällen

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Im Jahr 2017 wurden von der Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf 603 Unfälle (Vorjahreszahlen jeweils in Klammern: 551) bearbeitet. Gegenüber dem Jahr 2016 ist somit ein leichter Anstieg der Unfälle um 9,43 Prozent zu verzeichnen. Verkehrstote waren nicht zu beklagen.

DEGGENDORF Bei 63 (69) Unfällen wurden dabei 117 (127) Personen verletzt. Bei weiteren 148 (99) Unfällen war der vom Unfallverursacher begangene Verkehrsverstoß so gravierend, dass eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstellt werden musste. Die restlichen 392 (383) Unfälle waren Kleinunfälle, bei denen der begangene Verkehrsverstoß noch mit einer Verwarnung geahndet werden konnte.

In 96 Fällen wurde durch den Fahrzeugführer Unfallflucht begangen. Iin 42 Fällen konnten die unfallflüchtigen Fahrer ermittelt und zur Anzeige gebracht werden. Bei entsprechendem Fremdschaden droht in der Regel der Entzug des Führerscheines, wenn man der Verpflichtung, einen Unfall zu melden, nicht nachkommt.

Hauptunfallursächlich sind weiterhin überhöhte Geschwindigkeit, zu geringer Sicherheitsabstand und Überholen im Überholverbot. Zur Bekämpfung der Raser und Drängler wird die Technische Verkehrsüberwachung der VPI Deggendorf gezielt an Brenn- und Schwerpunkten eingesetzt. So wurden im Jahr 2017 1200 Messungen von Abstand und Geschwindigkeit geleistet, bei einem Durchlauf von ca. 1.500.000 Fahrzeugen.

Soweit möglich wurde eine Anhaltung vor Ort und sofortige Ahndung der begangenen Verkehrsverstöße von ausländischen Verkehrsteilnehmern mit eigenen und Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei durchgeführt.

Geprägt wurde das Verkehrsgeschehen im Jahr 2017 durch die monatelange Großbaustelle auf der A 3 bei Hengersberg mit einer Verkehrsführung von jeweils vier Spuren in einer Richtungsfahrbahn. Um die dadurch entstehenden Gefahren für die Verkehrsteilnehmer zu reduzieren, wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h begrenzt und ein generelles Überholverbot im Baustellenbereich eingerichtet. Die linke Fahrspur wies jeweils nur eine Breite von 2 Metern auf und war durch Verkehrszeichen nur für Fahrzeuge mit einer Maximalbreite von 2 Metern freigegeben. Diesem Maßnahmenpaket ist es zu verdanken, dass im Baustellenbereich zwar mehrere aber keine schweren Unfälle mit gravierenden Folgen zu verzeichnen waren. Bei den aufgenommenen Unfällen handelte es sich überwiegend um verbotswidriges Überholen. Um dem verbotswidrigen Überholen gegenzusteuern, wurden verstärkt Verkehrsstreifen in zivilen und uniformierten Dienst-Kfz eingesetzt. Insgesamt 574 Fahrzeugführer wurden zur Anzeige gebracht, weil sie gegen das Überholverbot verstießen.

Die durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen in der Baustelle ergaben, dass sich die überwiegende Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer weitgehend an die Geschwindigkeitsbeschränkung gehalten hat. Die Beanstandungsquote bei den durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen lag unter 2 Prozent.

Bedingt durch das hohe Verkehrsaufkommen kam es immer wieder zu Stausituationen und Wartezeiten vor der Baustelle in beiden Fahrtrichtungen.


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