26.01.2018, 11:17 Uhr

Verfahrensfortgang Ex-Priester packt aus

(Foto: Robert Piffer)(Foto: Robert Piffer)

Bisher hat er hartnäckig geschwiegen. Doch zum Verhandlungstermin am Donnerstag, 25. Januar, hat der wegen vielfachen sexuellen Missbrauchs angeklagte Ex-Priester umfangreich zu den ihm zur Last gelegten Missbrauchstaten ausgesagt - in nicht öffentlicher Verhandlung. Was er aussagte, bleibt jedoch geheim.

DEGGENDORF Wie berichtet (zum Bericht), wirft die Staatsanwaltschaft Thomas Maria W. (53) Kindesmissbrauch, sexuelle Nötigung, Betrug und Urkundenfälschung vor. Seit Montag, 18. Dezember, muss sich der ehemalige Priester sich deswegen vor dem Landgericht in Deggendorf verantworten.

Bei früheren Prozesstagen hatte er hartnäckig zu den Vorwürfen geschwiegen. Im Verhandlungstermin vom 25. Januar hat sich der Angeklagte jedoch in nicht öffentlicher Verhandlung umfangreich unter anderem zu den ihm zur Last gelegten Missbrauchstaten eingelassen.

Einzelheiten zum Inhalt der Aussage kann das Gericht aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes der Verfahrensbeteiligten nicht mitteilen. Die für den Nachmittag geladenen Zeugen, ein mutmaßliches Opfer der angeklagten Missbrauchstaten und dessen Mutter, wurden nicht mehr zur Sache vernommen. Stattdessen wurden in öffentlicher Sitzung Vernehmungsprotokolle über deren vorangegangene polizeiliche Zeugenvernehmung verlesen.

Das Verfahren wird am Donnerstag, 1. Februar, um 9 Uhr fortgesetzt werden. Der zu diesem Termin als Zeuge geladene Pfarrer der Pfarrei, in der sich der Angeklagte bis zu seiner Festnahme im Herbst 2016 aufgehalten hat, ist jedoch abgeladen worden. In der Verhandlung werden voraussichtlich unter anderem aufgezeichnete Videovernehmungen in Augenschein genommen werden. Es kann wiederum nicht ausgeschlossen werden, dass die Öffentlichkeit währenddessen zum Schutze des Persönlichkeitsrechts der Betroffenen ausgeschlossen werden wird.


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