24.10.2017, 13:32 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Nach Verkehrsunfall 17 Kilometer langer Stau auf der A3

Nach Freigabe der Unfallstelle mussten zahlreiche Lkw-Fahrer in ihren Führerhäusern durch eingesetzte Streifen geweckt und zur Weiterfahrt aufgefordert werden. (Foto:Ursula Hildebrand)Nach Freigabe der Unfallstelle mussten zahlreiche Lkw-Fahrer in ihren Führerhäusern durch eingesetzte Streifen geweckt und zur Weiterfahrt aufgefordert werden. (Foto:Ursula Hildebrand)

Verkehrsunfall auf der A3 bei Metten in Fahrtrichtung Passau mit drei beteiligten Fahrzeugen führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

METTEN Wie berichtet kam es heute Morgen gegen 6 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der A3 in Fahrtrichtung Passau kurz vor der Ausfahrt Metten. Beteiligt waren ein Pkw mit Anhänger, ein Sattelzug mit polnischer Zulassung und ein Reisebus ohne Fahrgäste:

Ein 59-Jähriger aus Ungarn wollte kurz nach dem Baustellenbereich mit seinem Pkw KIA mit Anhänger den Sattelzug überholen, der von einem 49-jährigen Ukrainer gesteuert wurde. Auf Höhe des Sattelzuges geriet der Anhänger des KIA aus unbekannter Ursache ins Schlingern, woraufhin das Fahrzeuggespann unkontrollierbar wurde und mit großer Wucht auf einer Länge von ca. 50 m in die Mittelschutzbeplankung prallte. Durch die Kraft des Aufpralles wurde der KIA zurück auf die Fahrbahnen und gegen den auf gleicher Höhe befindlichen Sattelzug geschleudert. Durch diesen Zusammenstoß wurde der Haupttank der MAN-Zugmaschine aufgerissen und ca. 800 Liter Dieselkraftstoff ergossen sich über beide Fahrspuren sowie den Standstreifen der Autobahn.

Nach dem Zusammenstoß zwischen dem Pkw und dem Sattelzug konnte eine 59-jährige Fahrerin mit ihrem Reisebus, der ohne Fahrgäste in gleicher Fahrtrichtung unterwegs war, trotz Vollbremsung einen Zusammenstoß mit dem Sattelzug aufgrund der verunreinigten und schmierigen Fahrbahn nicht mehr verhindern.

Bei der Kollision wurde die 59-Jährige schwer, aber nicht lebensgefährlich, verletzt. Sie wurde zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Unfallverursacher, sowie der Fahrer des Sattelzuges blieben unverletzt.

An allen beteiligten Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von ca. 50.000 Euro.

Zur Reinigung und Absicherung der Unfallstelle waren Bedienstete der Autobahnmeistereien Kirchroth und Pankofen im Einsatz. Der Verkehr in Richtung Passau wurde an der Anschlussstelle Schwarzach aus- und umgeleitet. Weiterhin befanden sich Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Bogen, Hunderdorf, Niederwinkling und Schwarzach im Einsatz.

Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes wurden aufgrund der erheblichen Menge an ausgelaufenem Kraftstoff an die Unfallstelle hinzugezogen. Nach Inaugenscheinnahme der Auswirkungen auf die Umwelt wurde durch die Einsatzkräfte eine Ölsperre in einem nahegelegenen Entwässerungsgraben errichtet und durch eine Fachfirma wurde das Erdreich entlang des Standstreifens im Bereich der Unfallstelle für die spätere Entsorgung abgetragen.

Der KIA samt Anhänger und der Reisebus mussten abgeschleppt werden, der Sattelzug konnte nach erfolgter Abdichtung des Tanks selbständig die Unfallstelle verlassen.

Die mit Dieselkraftstoff verunreinigten Fahrbahnen in Richtung Passau mussten zudem durch eine Spezialfirma gereinigt werden. Bis zum Abschluss dieser Arbeiten musste die A 3 in Fahrtrichtung Passau für 3 ½ Stunden vollständig gesperrt werden. Es bildete sich während des Berufsverkehrs ein Rückstau von bis zu 17 Kilometer Länge.

Nach Freigabe der Unfallstelle mussten zahlreiche Lkw-Fahrer in ihren Führerhäusern durch eingesetzte Streifen geweckt und zur Weiterfahrt aufgefordert werden. Ein Ende der Verkehrsbehinderungen war erst gegen 11.30 Uhr gegeben.

Der Unfallverursacher muss nun mit einem Strafverfahren wegen Fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr rechnen. Zur Sicherung des Verfahrens wurde seitens der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung angeordnet. Nach Zahlung der Sicherheit wurde der Unfallverursacher aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.


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