27.11.2020, 18:57 Uhr

Zeugen gesucht Masken verweigernde Afghanen bedrohen Schaffnerin und versuchten gewaltsam in Fahrerkabine einzudringen

 Foto: Bundespolizei Foto: Bundespolizei

Zwei junge Maskenverweigerer haben am Donnerstag (26. November) in der Regionalbahn von Ruhpolding nach Traunstein eine Schaffnerin bedroht und gewaltsam versucht, in die Fahrerkabine des Zuges einzudringen. Die Bundespolizei ermittelt und sucht weitere Zeugen des Vorfalls.

Siegsdorf. Am Donnerstagnachmittag informierte die Südostbayernbahn die Einsatzleitstelle der Bundespolizei Freilassing über zwei aggressive und offensichtlich alkoholisierte Personen in der RB 27524 von Ruhpolding nach Traunstein. Die jungen Männer hätten den Zug gegen 14:48 Uhr am Bahnhof Ruhpolding ohne Mund-Nasen-Bedeckung betreten. Als die Zugbegleiterin die beiden bat, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, beleidigten die Männer diese und verschwanden zu zweit in der Zugtoilette.

Wenige Augenblicke später sollen die beiden das WC verlassen und sich im Einstiegsbereich auf den Fußboden gelegt haben. Die Schaffnerin bat die sichtlich alkoholisierten oder von Drogen berauschten Männer aufzustehen, da diese anderen Bahnreisenden den Weg versperrten. Diese reagierten erneut aggressiv, beleidigten und bedrohten die Zugbegleiterin massiv, woraufhin die Bahnangestellte Schutz in der Fahrerkabine des Lokführers suchte.

Die Männer folgten der Schaffnerin und versuchten, mit Schlägen gegen die Tür gewaltsam in den Fahrerstand einzudringen. Der Lokführer leitete daraufhin eine Gefahrenbremsung ein. Die Bahnangestellten teilten den Männern im Gedränge mit, dass die Polizei bereits verständigt sei. Daraufhin haben die Täter eigenhändig die Türen des stehenden Zuges geöffnet und diesen fluchtartig auf freier Strecke verlassen.

Kurze Zeit später wurden die 22 und 24 Jahre alten Afghanen bei Eisenärzt von den alarmierten Streifen der Bundes- und Landespolizei festgenommen.

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Bedrohung, Beleidigung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen die Männer. Da beide einen festen Wohnsitz in Deutschland haben, wurden die Afghanen nach einer Blutentnahme entlassen.


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