18.11.2020, 11:01 Uhr

Großeinsatz Feuerwehr rettet die drei Bewohner aus Mehrfamilienhaus in Freilassing

 Foto: BRK BGL Foto: BRK BGL

Drei leicht bis mittelschwer Verletzte bei Großbrand in der Freilassinger Innenstadt.

Freilassing. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk (THW) und Polizei musste am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr zu einem brennenden Mehrfamilienhaus in die Freilassinger Innenstadt ausrücken. Die Einsatzkräfte konnten alle drei Bewohner rasch finden und mit nach erster Einschätzung nur leichten bis mittelschweren Verletzungen in Sicherheit bringen. Der Feuerwehr gelang es, trotz der dichten Bebauung zu verhindern, dass das Feuer auf die angrenzenden Gebäude übergreift.

Die Leitstelle Traunstein schickte die Einsatzkräfte zunächst mit Alarmstufe „B3 – Brand eines Gebäudes“ in die Freilassinger Innenstadt los. Bereits auf der Anfahrt konnten sie Feuerschein und Rauchentwicklung sehen, weshalb der Einsatzleiter bei der ersten Erkundung die Alarmstufe erhöhen ließ und somit frühzeitig weitere Kräfte nachforderte; unter anderen rückten die Feuerwehren Ainring, Bad Reichenhall (Abrollbehälter Einsatzleitung), Freilassing, und Surheim aus.

Die Feuerwehrleute suchten zunächst die drei gemeldeten Bewohner, fanden sie rasch und brachten sie in Sicherheit. Die direkt im und am Gebäude eingesetzten Trupps konzentrierten sich dann auf die Brandbekämpfung und versuchten, die nahe am brennenden Haus stehenden Nachbar-Gebäude zu schützen. Dafür waren neben mehreren Atemschutz-Trupps im Innen- und Außenangriff auch zwei Drehleitern im Einsatz. Aufgrund der verwinkelten und relativ unübersichtlichen Bauweise teilte Feuerwehr-Einsatzleiter Rochus Häuslmann zwei Abschnitte ein.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle und im weiteren Verlauf auch gelöscht war, öffneten die Einsatzkräfte die Dachhaut, um an versteckte Glutnester zu gelangen und sie endgültig abzulöschen. Dafür waren nochmals mehrere Atemschutz-Geräteträger notwendig, die aber an der schon zu Beginn eingerichteten Atemschutz-Sammelstelle bereits in Bereitschaft waren. Gegen 1.30 Uhr konnten die meisten Kräfte die Einsatzstelle wieder verlassen und einrücken. Einige Kräfte aus Freilassing blieben jedoch mit zwei Fahrzeugen bis 7 Uhr in der Früh als Brandwache vor Ort, um bei möglicherweise wieder aufflammenden Glutnestern sofort eingreifen zu können.

Neben 50 Feuerwehrleuten und neun Fahrzeugen aus Freilassing, waren auch die Feuerwehr Ainring mit vier Fahrzeugen, die Feuerwehr Surheim mit drei Fahrzeugen, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung aus Bad Reichenhall mit zwei Fahrzeugen und Mitglieder der Kreisbrandinspektion vor Ort. Der THW-Bau-Fachberater kontrollierte bereits während der Löscharbeiten die Statik des Gebäudes. Beamte der Polizei nahmen noch in der Nacht die Arbeit auf, um die Brandursache herauszufinden. Weitere Polizei-Kräfte kommen am nächsten Morgen, um die Ermittlungen fortzuführen. Auch der Strom- und der Gasversorger waren an der Einsatzstelle.

Das Rote Kreuz war mit drei Rettungswagen aus Bad Reichenhall, Teisendorf und Traunstein, zwei Notfallkrankenwagen der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften Ainring und Freilassing, den Notärzten aus Freilassing und Bad Reichenhall und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Notärzte und Sanitäter versorgten zwei leicht verletzte Bewohner, die Rauchgas eingeatmet hatten und brachten sie dann zur Kontrolle ins Klinikum Traunstein. Sie lieferten einen dritten, nach erster Einschätzung leicht bis mittelschwer verletzten Bewohner, den die Einsatzkräfte zuvor aus dem verrauchten Gebäude gerettet hatten, nach notärztlicher Versorgung zur weiteren Überwachung in die Kreisklinik Bad Reichenhall ein.

Die insgesamt 16 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes konnten zum Teil bereits vor dem Einsatzende wieder einrücken. Sie sicherten über mehrere Stunden hinweg die weiteren Arbeiten der Feuerwehr sanitätsdienstlich ab, mussten aber keine verletzten Einsatzkräfte versorgen.


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