26.06.2020, 16:00 Uhr

Sie haben den richtigen Riecher Pidinger Schleierfahnder wieder erfolgreich

Erneut stellten die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding ihren guten Fahndungsinstinkt unter Beweis.  Foto: 123rfErneut stellten die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding ihren guten Fahndungsinstinkt unter Beweis. Foto: 123rf

Eine verbotene Waffe, Verhaftung eines gesuchten Straftäters und Sicherstellung eines frisch entwendeten Fahrzeuges

Piding. Eine verbotene Waffe, die Verhaftung eines gesuchten Straftäters und die Sicherstellung eines frisch entwendeten Fahrzeuges spiegeln nur einen Teil dessen wider, was die Kolleginnen und Kollegen der GPI tagtäglich bei den Kontrollen des grenzüberschreitenden Verkehrs feststellen.

Am Mittwochnachmittag kontrollierten die Schleierfahnder auf der BAB A 8, Höhe Anger, einen Pkw mit slowenischer Zulassung. Bei der abgehaltenen, verdachtsunabhängigen Kontrolle, wurde im Reisegepäck des schweizerischen Fahrers ein als Taschenlampe getarnter Elektroschocker ohne BKA-Prüfzeichen aufgefunden. Da es sich hierbei um einen Verstoß gegen das Waffengesetz handelte, wurde auf der Dienststelle in Piding/Urwies eine Anzeige aufgenommen und der Elektroschocker sichergestellt. Danach konnte der Beschuldigte seine Reise fortsetzen.

Durchaus verwundert zeigte sich ein britischer Staatsangehöriger, welcher in den Abendstunden ebenfalls auf der BAB A 8, am Rastplatz Piding Süd, in Begleitung seines Bruders unterwegs war. Der 49-Jährige war vor Jahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Nach vier Jahren wurde er damals vorzeitig entlassen, allerdings mit der Auflage nicht mehr ins Bundesgebiet einzureisen. Aufgrund seiner erneuten Einreise nach Deutschland und der erfolgten Kontrolle, muss er nun die noch offenen 740 Tage Restfreiheitsstrafe antreten. Der Brite wurde an Ort und Stelle verhaftet und anschließend in eine nahe gelegene Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Ein weiterer Fahndungserfolg stellte sich Donnerstagmittag ein. Eine routinemäßige Abfrage eines deutschen Kfz-Kennzeichens ergab, dass der Transporter der Marke Daimler Benz Sprinter vom rechtmäßigen Eigentümer und Fahrzeughalter erst zwei Tage zuvor bei der Polizei als unterschlagen gemeldet worden war. Der Transporter wurde an der Behelfsausfahrt Freidling angehalten und kontrolliert. Tatsächlich war dabei der bereits Tatverdächtige auch der aktuelle Fahrzeuglenker. Auf Frage nach seinem Führerschein konnte der 54-jährige Ungar lediglich auf seinem Mobiltelefon die Ablichtung eines nationalen ungarischen Führerscheins auf seine Personalien vorzeigen. Obwohl es sich nur um ein Foto handelte, stand für die Beamten sofort fest, dass es sich dabei um eine Fälschung handeln musste und so keinesfalls von einer Behörde ausgestellt worden war. Ein an die polizeiliche Verbindungsstelle gesandtes Ermittlungsersuchen erhärtete den Verdacht, denn laut der ungarischen Behörden war die kontrollierte Person noch nie Inhaber einer ungarischen Fahrerlaubnis. Nach vorläufiger Festnahme wurde der 54-Jährige zur Polizeidienststelle nach Urwies verbracht, wo er wegen Unterschlagung von Kfz, Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis zur Anzeige gebracht wurde. Da er über einen deutschen Wohnsitz verfügt, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß entlassen. Der Transporter wurde sichergestellt und kann in den nächsten Tagen vom rechtmäßigen Besitzer in Empfang genommen werden.