18.05.2020, 16:09 Uhr

Rumäne zahlt 1.200 Euro Teure Zwischenstopps bei der Bundespolizei

Bei der Durchsuchung seines Autos fanden die Beamten ein Reizstoffsprühgerät ohne amtliches Prüfzeichen. Foto: BundespolizeiBei der Durchsuchung seines Autos fanden die Beamten ein Reizstoffsprühgerät ohne amtliches Prüfzeichen. Foto: Bundespolizei

Rumäne muss wegen einer kleinen Spraydose vierstelligen Betrag berappen

Kiefersfelden. Wegen einer kleinen Spraydose musste ein Rumäne auf der A8 tief in die Tasche greifen. Die Bundespolizei hat den Fahrer eines Wagens mit rumänischen Kennzeichen am Sonntag (17. Mai) nahe Bad Feilnbach kontrolliert. Bei der Durchsuchung seines Autos fanden die Beamten ein Reizstoffsprühgerät ohne amtliches Prüfzeichen. Da der rumänische Staatsangehörige dieses nicht zugelassene Spray zugriffsbereit mitführte, wurde er beschuldigt, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben.

Beim Wirkstoff des Sprays handelt es sich um CS-Gas – auch bekannt als Tränengas. Das Reizstoffsprühgerät wurde sichergestellt. Im Hinblick auf das zu erwartende Strafverfahren ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.200 Euro an. Um den vierstelligen Betrag erleichtert und mit einer Strafanzeige im Gepäck konnte der 23-Jährige seine Reise fortsetzen.

Auf der A93 nahe Kiefersfelden musste der Fahrer eines Kleintransporters mit deutscher Zulassung ebenfalls einen teuren Zwischenstopp einlegen. In der Grenzkontrollstelle überprüften die Bundespolizisten die Personalien des 36-Jährigen. Wie sich mit Hilfe des Polizeicomputers herausstellte, wurde der Rumäne gleich mit zwei Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Freiburg gesucht. Wegen Diebstahls hatte der Mann noch Geldstrafen in Höhe von insgesamt rund 2.900 Euro zu zahlen. Nachdem der Gesuchte seine Justizschulden vor Ort begleichen konnte, durfte er weiter fahren.