30.07.2019, 16:33 Uhr

50.000 Sachschaden Verfolgungsfahrt auf der A 8: Flüchtender fährt mit Tempo 180 mehr als 60 km auf der Felge

(Foto: olivier26/123RF)(Foto: olivier26/123RF)

In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden Beamte der Grenzpolizei Raubling auf ein Fahrzeug aufmerksam, dass bei den Kölner Kollegen vom Halter erst Stunden zuvor als entwendet gemeldet wurde.

ROSENHEIM/TRAUNSTEIN/BGL Es sollte eine Anhaltung an der AS Rosenheim erfolgen. Der Fahrzeugführer folgte zunächst den Anhaltesignalen, beschleunigte jedoch dann stark und fuhr zurück auf die Autobahn. Es folgte eine Verfolgungsfahrt mit Spitzengeschwindigkeiten von um die 200 km/h. Dabei legte der Flüchtende alles daran, seine Verfolger abzuschütteln und brachte dabei auch unbeteiligte Verkehrsteilnehmer in Gefahr, indem er diese schnitt, ausbremste und rechts überholte. Mittlerweile waren mehrere Polizeistreifen an dem Fahrzeug dran.

Eine Kollision mit der Mittelschutzplanke führte dazu, dass ihm bereits auf Höhe der AS Bernau der linke hintere Reifen platzte. Trotz massivem Funkenflug setzte er seine Fahrt noch weitere 60 Kilometer mit teils über 180 km/h fort. Etwa zehn Kilometer nach der Landesgrenze, auf Höhe der Ausfahrt Grödig, versagte das Fahrzeug dann aufgrund seiner massiven Schäden, seinen Dienst. Dementsprechend musste der Flüchtende anhalten und konnte von der Polizei festgenommen werden. Es handelte sich um den Sohn des Fahrzeughalters, der sich den Pkw nach einem Familienstreit angeeignet hat und mit diesem ins Ausland unterwegs war.

Bei diesem Ereignis wurden glücklickerweise keine Personen verletzt. Es entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Dieser wird insgesamt auf ca. 50.000 Euro geschätzt.


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