28.05.2019, 11:17 Uhr

Vermisstensuche Retter suchen immer noch nach 27-jährigem Franzosen am Kehlstein


Seit Sonntagnachmittag, 26. Mai, wird ein 27-jähriger Franzose am Kehlstein vermisst; die Polizei und die Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau suchen seit Montagnachmittag mit Hubschrauber, Hunden und Fußmannschaften nach dem Mann, von dem bisher jede Spur fehlt.

BERCHTESGADEN. +++ UPDATE +++

Aufgrund des entgegen der Vorhersage besseren Wetters, konnten am Dienstag ab dem Vormittag wieder die Suchmaßnahmen nach dem 27-jährigen französischen Staatsangehörigen im Bereich des Kehlstein aufgenommen werden.

Mit starken Kräften der Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau, Angehörigen der Alpinen Einsatzgruppe Berchtesgaden und Grassau der Polizei, drei Hundeführern und unter Zuhilfenahme von zwei Drohnen, wurde die Nordseite des Kehlsteins großflächig bis in den Gipfelbereich hinauf abgesucht. Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte im Einsatz. Leider verlief auch diese Suche ohne den gewünschten Erfolg. Außer den durch die Handyortung, des inzwischen nicht mehr aktiven Handys, einzugrenzenden Bereichs, gibt es keine Hinweise auf den Verbleib des jungen Mannes. Die Suche wurde am Dienstagnachmittag unterbrochen. Da für Mittwoch weiter schlechtes Wetter, mit absinkender Schneefallgrenze unter 1500 HM, vorhergesagt ist, wird eine weitere Suche erst für frühestens Donnerstag angedacht. Der Einsatz eines Hubschraubers ist für diese Suche dann unerlässlich um noch Wandbereiche abzusuchen, die bislang nicht einsehbar waren.

Falls jemand eine Person gesehen hat, die sich am Sonntag gegen 17.30 – 18.00 Uhr im Bereich der Buswendeplatte bzw. des Gipfelbereiches aufgehalten hat, bzw. die sich im Abstieg über die Dalsenwinkelstraße befand, wird dieser Zeuge gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Der abgängige wird wie folgt beschrieben: 170 – 175 cm groß, hat nackenlange dunkelbraune Haare, ist unrasiert. Evtl. trug er auch eine Sonnenbrille. Er trug eine weißes T-Shirt, blaue Jeans und schwarze Turnschuhe. Außerdem hatte er einen kleinen grauen Rucksack dabei.

+++ ERSTMELDUNG +++

Am Montagnachmittag, 27. Mai, lief die Vermisstensuche nach dem 27-jährigen Franzosen an, der bereits am Sonntag gegen 15.30 Uhr von der Roßfeldstraße am Ofner Boden in Richtung Kehlstein losgegangen und nicht mehr zurückgekommen war. Der junge Mann war mit seiner Mutter bis zur sogenannten „Schifferer/Wegmacherhütte gefahren; die Frau hatte dort geparkt und ihr Sohn wollte noch schnell auf den Kehlstein gehen. Seitdem fehlt jede Spur von ihm. Die Mutter wandte sich dann erst am Montagnachmittag an das Tourismus-Büro in Berchtesgaden, woraufhin die Polizeiinspektion Berchtesgaden kontaktiert wurde.

Eine sofort eingeleitete Absuche aus der Luft mit dem Polizeihubschrauber musste nach einer halben Stunde aufgrund der aufziehenden Schlechtwetter-Front ergebnislos abgebrochen werden. Die Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden, das Team des Technikbusses der Bergwacht-Region Chiemgau und zwei Berchtesgadener Polizeibergführer suchten noch alle in Frage kommenden möglichen Anstiege vom Ausgangspunkt des Bergsteigers in Richtung Kehlstein ab, konnten den Mann aber nicht finden. Handy-Ortungen und Flüge mit einer Drohne brachten ebenso kein Ergebnis. Soweit es das Wetter zulässt, suchen die Einsatzkräfte heute weiter, wobei in den höheren Lagen am Kehlstein demnächst wieder mit Neuschnee gerechnet werden muss. Neben den Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau ist auch die Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau im Einsatz.

Polizei und Bergwacht weisen erneut darauf hin, dass in den höheren Lagen der Berchtesgadener Alpen noch durchgehend Schnee liegt, der aufgrund starker Verdichtung trotz Erwärmungsphasen sehr hart bleiben wird und dadurch im Steilgelände erhebliche Absturzgefahr besteht.


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