15.05.2019, 10:29 Uhr

Dahoam bei Puppenspieler-Familie Mikat Der „Chiemsee-Kasperl“ red‘ bairisch!


Puppenspielerfamilie Mikat gründet eigene Kasperlbühne: „Das Strahlen der Kinder ist unsere Motivation“

PRIEN/TRAUNSTEIN. Wenn Stephan Mikat als „Oberkasperl“ bezeichnet wird, ist das für ihn keineswegs eine Beleidigung. Im Gegenteil: Er stellt sich sogar selbst so vor. „Überall wo man hinkommt, erntet man alleine dafür schon ein Lächeln“, sagt der 55-jährige Priener, der sich zusammen mit seiner kleinen Familie – Tochter Denise (8) und Lebensgefährtin Kathy – einen Kindheitstraum erfüllen konnte: „Oberkasperl“ seiner eigenen mobilen Kasperlbühne zu werden.

Wie der Räuber zur Kaffeemühle kam auch Mikat durch einen Zufall zu seinem neuen Hobby, das mittlerweile schon die Form eines Nebenjobs angenommen hat. Bei einem Strandspaziergang am Chiemseeufer mit seiner Kathy entdeckte das Paar, dass beide den selben Kindheitstraum hegen: das Puppenspielen.

Der Priener, der vielen als Radiomoderator aus der Region bekannt sein dürfte profitiert dabei von seiner jahrelangen Sprech- und Mikrofonerfahrung und Kathy, die heilpädagogische Tanzleiterin und Visagistin lernte und dann später Tanz-, Schreib-, und Malkurse für Kinder gab, hat bereits seit jungen Jahren große Freude an der Arbeit mit Kindern. So kam für das Paar eins zum anderen und man entschloss sich im Mai 2018, das Projekt „Chiemsee-Kasperl“ ins Leben zu rufen.

Obwohl es die Puppenbühne erst seit einem Jahr gibt, ist der ganze Sommer 2019 bereits mit Aufführungen ausgebucht.

„Am Anfang wird man mit einer neuen Idee durchaus belächelt. Aber die Resonanz der Kinder und Eltern zeigt mir, wie groß die Nachfrage nach etwas so ursprünglichem wie einem Kasperltheater ist“, strahlt „Oberkasperl“ Stephan.

„Besonders in unserer digitalen Zeit, in der die Kinder leider oftmals viel vor dem Fernseher sitzen und mit Gewalt und fantasielosen Sendungen oder Filmen konfrontiert werden, wollen wir auf liebevolle Art und Weise mit unserem Kasperltheater die Fantasie der Kinder beflügeln“, ergänzt Kathy.

Ihre Stücke schreiben Stephan und Kathy selbst, mittlerweile hat die Puppenspieler-Familie zwei Kasperl-Bühnen für die rund dreiviertelstündlichen Vorführungen: Eine kleine „Pocket-Bühne“ mit der Kathy auch auf Kindergeburtstagen spielt und eine große Hauptbühne, die Stephan zu den großen Veranstaltungen mitnimmt.

Tochter Denise (8) ist kleiner „Bühnenstar“

Eine große Besonderheit beim „Chiemsee-Kasperl“: Auch die achtjährige Tochter Denise schlüpft schon jetzt in die Rollen der Großmutter, des Sepperls oder aber auch der erfundenen Figur „Sternchen.“„Denise ist wirklich ein Naturtalent. Es macht ihr Spaß und sie kann die Texte wirklich in und auswendig“, strahlt Papa Stephan, für den es eine große Freude ist, sein neues Hobby auch gemeinsam mit seiner Tochter zu teilen.

Das Puppenspielen richtig gelernt haben sich die Mikat‘s autodidakt, Youtube-Videos und andere Puppenbühnen waren dabei eine große Inspiration. Außerdem spricht der Kasperl des Familienvaters bairisch: „Das wirkt einfach authentisch und macht unglaublichen Spaß.“

Wer den „Chiemsee-Kasperl“ rund um Stephan, Denise und Kathy demnächst live erleben will, der hat diesen Sommer viele Gelegenheiten dazu.

So zum Beispiel schon am Mittwoch, 15. Mai, um 14.30 Uhr, auf dem Frühlingsfest in Traunstein. Alle anderen Termine und Infos erfahren Sie online unter www.chiemsee-kasperl.de


0 Kommentare