23.04.2019, 15:53 Uhr

Lebensgefahr Einsätze der Bundespolizei wegen Personen im Gleisbereich

(Foto: Bundespolizei)(Foto: Bundespolizei)

An den Feiertagen ist die Bundespolizei in Rosenheim wegen drei Kindern sowie einem Erwachsenen alarmiert worden. Alle vier Personen hatten sich auf Bahnanlagen in größte Gefahr begeben.

ROSENHEIM Am Karfreitag hielten sich laut Zeugenhinweisen am Rosenheimer Stadtrand drei Buben im Gleisbereich auf. Die eingesetzten Bundespolizisten trafen die Minderjährigen tatsächlich nahe der Happinger-Au-Straße auf den Abstellgeleisen an. Nachdem sie sogleich aus dem Gefahrenbereich geholt worden waren, wurden die Kinder eingehend belehrt und anschließend zu den überraschten Eltern heimgebracht. Offenbar hatten die Jungs im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren die Gleisanlagen mit einem Abenteuerspielplatz verwechselt. Der Zugverkehr wurde nicht beeinträchtigt. Die Bundespolizei appelliert eindringlich an alle Erziehungsberechtigten, ihren Schützlingen die Gefahren, die vom Bahnverkehr ausgehen können, zu verdeutlichen. Kindern sollte bewusst sein, dass auf Bahnanlagen Lebensgefahr herrscht.

Dieses Bewusstsein fehlte offenbar auch einem Erwachsenen, der von Zeugen am Ostersonntag kurz vor Rosenheim auf den Gleisen der Zugstrecke Salzburg – München gesehen wurde. Sogleich wurde eine Gleissperrung veranlasst und der Zugverkehr auf der Strecke eingestellt. Der Mann absolvierte wohl seinen Osterspaziergang zwischen den Schienen und lief in Richtung Rosenheimer Bahnhof. Dort konnte der 44-Jährige schließlich auch von den Bundespolizisten angetroffen werden. Der Ungar zeigte sich zunächst ahnungslos. Wie sich mithilfe seines Smartphones herausstellte, hatte er von sich diverse „Selfies“ im Gleisbereich angefertigt. Er wurde wegen seines lebensgefährlichen Ausflugs, der bei acht Zügen insgesamt rund 90 Minuten Verspätung zur Folge hatte, eingehend belehrt. Außerdem zeigte ihn die Bundespolizei wegen des Verstoßes gegen das Verbot, sich in den Gleisen aufzuhalten, an und leitete ein Bußgeldverfahren ein.


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