07.03.2019, 17:04 Uhr

Mit „Krähenfüßen“ Reifen zerstochen Krimineller Audi-Raser ist nach wie vor flüchtig: Zeugen gesucht!


In der Nacht von Dienstag, 5. März, auf Mittwoch, 6. März, flüchtete in Bergen im Landkreis Traunstein ein Pkw mit überhöhter Geschwindigkeit vor einer Polizeikontrolle bis über die Landesgrenze nach Österreich. Auf Grund des Verwendens so genannter „Krähenfüße“, welche zu etlichen platten Reifen bei den verfolgenden Polizeifahrzeugen führten, und der als äußert hoch einzustufenden kriminellen Energie der Täter, wurde bei der Kriminalpolizei Traunstein die Ermittlungsgruppe „EG Krähe“ eingerichtet. Nun sucht die Polizei nach Zeugen.

BERGEN/ERLSTÄTT. Wie bereits am 6. März berichtet, wollte eine Streife der Polizeiinspektion Traunstein in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gegen 00:20 Uhr auf der TS6 im Bereich Bergen einen schwarzen Audi S6 mit österreichischen Kennzeichen kontrollieren. Der Fahrer beschleunigte jedoch das Fahrzeug, bog auf die Autobahn A8 in Richtung Salzburg ein und entzog sich einer Kontrolle. Zudem wurden während der Fahrt immer wieder ineinander verbogene Nägel, so genannte „Krähenfüße“, aus dem Auto heraus auf die Fahrbahn geworfen. Drei Streifenwägen mussten nach und nach die Verfolgung abbrechen, da sie sich platte Reifen gefahren hatten. Auch sechs private Fahrzeuge wurden beschädigt.

Der flüchtende Audi konnte noch bis hinter die österreichische Grenze im Rahmen der Nacheile verfolgt werden und das, obwohl der Fahrer auf bis zu 250 km/h beschleunigte. Erste Ermittlungen zum Kennzeichen des Fahrzeugs ergaben, dass dieses am Dienstag in Oberösterreich als gestohlen gemeldet und bereits zur Fahndung ausgeschrieben worden war.

Noch in der Nacht übernahm das Fachkommissariat K10 der Kriminalpolizei Traunstein, zuständig für grenzüberschreitende Kriminalität, die Ermittlungen. So konnte im Laufe des Tages festgestellt werden, dass es in derselben Nacht im nur ca. 9 Kilometer entfernten Erlstätt, Landkreis Traunstein, zu einem Einbruch in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr gekommen war. Hierbei wurde ein hochwertiger Rettungsspreitzer im Wert von ca. 20.000 Euro entwendet. Bei dem Einbruch gingen die Täter hochprofessionell vor, so dass davon auszugehen ist, dass zwischen der Tat und dem flüchtenden Fahrzeug ein Zusammenhang besteht und die Täter vermutlich zur Verdeckung des Einbruchs die Flucht ergriffen.

Nach dem Grenzübergang „Walserberg“ war die hochriskante Fahrt auf der A10 weiter in Richtung Villach gegangen, wo der Audi mit 228 km/h „geblitzt“ wurde. Bei der Auswertung des Radarfotos wurde ersichtlich, dass Fahrer und Beifahrer mit Sturmhauben maskiert im Fahrzeug saßen.

ZEUGENAUFRUF!

Die Polizei bittet nun um Hinweise:

-Wer hat am Dienstag in Erlstätt im Umfeld des Feuerwehrhauses in der Zeit von 16 Uhr bis Mitternacht verdächtige Personen oder einen dunklen Audi wahrgenommen?

-Wem fiel gegen Mitternacht in der Region Bergen der gesuchte Audi auf und wer kann ggf. Hinweise zu den Insassen geben?

-Wer kann der Polizei sonst Angaben in dem Fall machen oder sonstige Hinweise geben?

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter der Telefonnummer 0861/98730 zu melden.


0 Kommentare