06.03.2019, 13:39 Uhr

Ärger am Gaudiwurm in Waging Betrunkener Faschingsnarr schlägt Polizisten dienstunfähig

(Foto: oomjuntara/123rf.com)(Foto: oomjuntara/123rf.com)

Der Faschingszug selbst verlief sehr gelungen, doch im Anschluss ereigneten sich mehrere unschöne Vorfälle. Ein Polizeibeamter wurde sogar „krankenhausreif“ geschlagen ...

WAGING. Aus polizeilicher Sicht verlief der Faschingszug in Waging sehr gelungen. Bereits im Vorfeld wurde durch den Veranstalter, der Waginger Faschingsvereinigung „So Halunke“, mit den beteiligten Behörden und Organisationen - der Gemeinde Waging, der Polizei, der Feuerwehr und dem BRK - ein Handlungskonzept mit dem Ziel erarbeitet, Gefahren aller Art weitgehend zu minimieren. So wurden z.B. unmittelbar vor dem Faschingszug teilnehmende Wägen durch Veranstalter und Polizei auf die Einhaltung der durch die Gemeinde Waging vorgegebenen Bestimmungen und Auflagen hin überprüft. Bei diesen Kontrollen wurden nur äußerst wenige, unkritische Mängel festgestellt, die durch die jeweiligen Verantwortlichen umgehend beseitigt wurden.

Auch während des Faschingszuges kam es zu keinerlei größeren Beanstandungen.

19-Jährigen krankenhausreif geprügelt

Leider blieb es nicht so ruhig. Unmittelbar nach dem Faschingszug kam es im Bereich der Bahnhofstraße zu einer Körperverletzung zwischen zwei Zuschauern. Ein 19-jähriger Surberger geriet mit einem 17-jährigen Trostberger aneinander. Nach Zeugenangaben schlug und trat der 17-jährige seinen Kontrahenten, bis dieser am Boden liegen blieb. Der flüchtige Täter konnte nach ca. 20 Minuten durch Polizeikräfte gestellt und festgenommen werden. Beide Beteiligten waren alkoholisiert. Der Geschädigte wurde mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus verbracht.

Zwei weitere Körperverletzungen ereigneten sich etwa zur gleichen Zeit in der Traunsteiner Straße. Ein 21-jähriger Tittmoninger schlug aus noch unbekannter Ursache zwei 17-Jährige aus Ruhpolding. Die erheblich alkoholisierten Geschädigten erlitten blutende Verletzungen im Gesicht. Polizeiliche Ermittlungen führten noch vor Ort zum Täter. Gegen die jeweiligen Beschuldigten wird nun strafrechtlich durch die Laufener Polizei ermittelt.

Sombrero-Hut „verursacht“ Streiterei

Kurze Zeit später gerieten - sichtlich alkoholisiert - ein 20-jähriger Fridolfinger und ein 23-jähriger Kirchanschöringer wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse an einem Sombrero-Hut aneinander. Eine vor Ort eingesetzte Polizeistreife konnte eine Körperverletzung verhindern.

Besoffener (30) schlägt Polizisten mit der Faust ins Gesicht

Um 22.40 Uhr kam es in der Seestraße zu einer Auseinandersetzung eines 30-jährigen Tittmoningers mit einem 18-jährigen Fridolfinger. In deren Verlauf schlug der Ältere seinem Kontrahenten gegen den Kopf. Der stark angetrunkene Täter wurde nach Aufnahme des Sachverhalts durch die Laufener Polizei in Gewahrsam genommen, unter anderem, um weitere Straftaten zu unterbinden. Während der Maßnahme schlug der Täter einem Polizeibeamten unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der Polizeibeamte wurde hierbei so schwer verletzt, dass er seinen Dienst nicht mehr weiterführen konnte. Gegen den Tittmoninger wird nun wegen der Körperverletzungen sowie wegen Tätlichem Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt.

Beim Faschingszug waren zudem die Freiwillige Feuerwehr Waging zur Verkehrslenkung sowie zur Hilfeleistung mit First-Responder und das BRK im Einsatz. Neben der BRK-Bereitschaft aus Traunstein, die rein für Erstversorgung beim Faschingszug vorgehalten wurde, mussten wegen verschiedener Vorfälle und Abtransporte die Rettungswägen aus Fridolfing, Teisendorf und Traunstein sowie die Notärzte aus Fridolfing und Traunstein zugezogen werden.

Geschwindigkeitskontrolle am Faschingsdienstag in Petting

Auf einer der Zufahrtsstrecken zum Faschingszug Waging führte die Verkehrspolizei Traunstein eine Geschwindigkeitskontrolle durch. So wurde in der Zeit von 13.30 - 18.00 Uhr auf der St 2104 eine Messung durchgeführt. Von gemessenen 680 Fahrzeugen wurden 26 Fahrzeugführer beanstandet. Hierbei mussten 21 Fahrzeugführer verwarnt und 5 Fahrzeugführer aufgrund einer Überschreitung von 21 km/h oder mehr angezeigt werden. Die beiden Spitzenreiter wurden mit 181 und 185 km/h bei erlaubten 100 km/h gemessen. Gegen die beiden Fahrzeugführer wurden ebenfalls Ermittlungen eingeleitet. Ob ein Bezug zum Faschingszug bestand ist nicht bekannt.


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