18.01.2019, 09:43 Uhr

Entwarnung Lawinen-Sperrung des Ortsteils Raiten bei Schleching aufgehoben

Der betroffene Hang bei Raiten wies einen Riss auf ... (Foto: Leitner S./Landratsamt TS)Der betroffene Hang bei Raiten wies einen Riss auf ... (Foto: Leitner S./Landratsamt TS)

Der Ortsteil Raiten in der Gemeinde Schleching wurde am 16.01.19 aufgrund akuter Lawinengefahr geräumt. Mittlerweile hat sich die Lawinenwarnsituation im gesamten bayerischen Alpenraum entspannt.

LANDKREIS TRAUNSTEIN. Die Experten der Lawinenwarnkommission haben heute die Situation am südöstlichen Hang der Hochplatte intensiv und umfassend untersucht.

Den gesamten Tag über haben die von einem Hubschrauber abgeseilten und gesicherten Fachleute Erkundungen und Sichtungen in der bis zu 3,50 Meter hohen Schneeschicht durchgeführt und Schneeprofile gegraben. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse wurden anschließend tiefgreifend analysiert und bewertet.

Auf Grundlage dieser intensiven Untersuchung kommt die Lawinenwarnkommission zu folgendem Schluss: Die Sperrung für den Ortsteil Raiten kann aufgehoben werden. Einstweilen ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass vom oberen Teil der Hochplatte eine Lawine abrutscht, die den bebauten Bereich des Ortsteils Raiten erreichen könnte.

Das bedeutet, dass die von der Räumung betroffenen Bewohner Raitens noch heute in ihre Häuser zurückkehren können. Gleichzeitig bleibt die Sperrung zwischen Wohnbebauung und Hangbereich der Hochplatte jedoch bestehen. Denn die Lawinenwarnkommission macht unmissverständlich deutlich: Kleinere Lawinenabgänge sind weiterhin möglich. So hat es auch gestern einen kleineren Lawinenabgang im Bereich der Hochplatte gegeben. Eine Gefahr für die Bebauung gab und gibt es dadurch aktuell aber nicht. Durch die derzeit vorhergesagte Wetterlage bleibt die Lawinengefahr in den kommenden Tagen stabil.

Des Weiteren haben die Gemeinde Schleching und das Landratsamt Traunstein in Abstimmung mit der Lawinenwarnkommission festgelegt, dass der betroffene Bereich der Hochplatte weiterhin intensiv und engmaschig beobachtet wird. Denn bei einer veränderten Wetterlage kann auch schnell wieder eine akute Situation entstehen, beispielsweise bei tagelangem Dauerregen oder einer anhaltenden Föhnlage mit hohen Temperaturen.

Die Sicherheitsbehörden erarbeiten einen Evakuierungsplan, um für mögliche künftige akute Lawinengefahren vorbereitet zu sein. Im Mittelpunkt des Handelns aller Beteiligten stand und steht die Sicherheit der Menschen.

Bitte beachten Sie hierzu das Video-Statement von Landrat Siegfried Walch:

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