19.12.2018, 09:40 Uhr

In der „Benzin-Kurve“ war Schluss Kroatischer Paketfahrer auf Abwegen

(Foto: Polizei Berchtesgaden)(Foto: Polizei Berchtesgaden)

Ein Paketausfahrer kam am Dienstagnachmittag mit seinem Transportfahrzeug irrtümlicherweise auf Abwege und musste letztlich verzweifelt Hilfe anfordern.

RAMSAU Der 46jährige kroatische Staatsangehörige, der für einen Unternehmer aus dem Bereich Rosenheim unterwegs war, wollte im Raum Ramsau – Wimbachbrücke ein Päckchen ausliefern. Er „verfehlte“ dabei aber seine Zieladresse – die sich eigentlich in Talnähe befand - doch um einige Kilometer und schaffte es bei seiner Irrfahrt auf der schneebedeckten Forststraße fast bis zur Kührointalm. Aber nur fast…..

Im Bereich oberhalb der sogenannten „Benzinkurve“ – den Einheimischen ein fester Begriff – war jedoch seine Irrfahrt zu Ende. Er blieb im steilsten Stück der Straße stecken und versuchte sein Fahrzeug wieder ins Tal zu steuern. Dabei kam der Transporter ins Rutschen und wurde glücklicherweise durch den aufgehäuften Schnee am Fahrbahnrand noch gestoppt. Wäre er nur etwas weiter gerutscht, hätte das einen Absturz in den Waldbereich zur Folge gehabt.

Völlig verzweifelt und hilflos ließ der Fahrer sein Fahrzeug zurück und begab sich zu Fuß zurück ins Tal. Dort konnte er von einer Polizeistreife angetroffen und aufgenommen werden. Da der Mann weder Deutsch noch Englisch verstand, war die Verständigung mit ihm etwas schwierig. Nachdem sich die Polizei ein Bild von der Lage gemacht hat, wurde der Kroate mit zur Polizeidienststelle genommen, wo ihn dann später sein mittlerweile verständigter und hocherfreuter „Chef“ abholte. Über ein ortsansässiges Fuhrunternehmen wurde schließlich die „Bergung“ des Fahrzeuges, an dem augenscheinlich kein Schaden entstanden war, vermittelt und organisiert.

Somit dürfte sich die Auslieferung der Pakete – darunter vermutlich auch einige Weihnachtsgeschenke – nur um wenige Stunden verzögert haben und der Fahrer nochmal mit einem „blauen Auge“ davongekommen sein.


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