25.10.2018, 11:56 Uhr

Gegen Raser Aktionstag „Fuß vom Gas“-Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

(Foto: Hannes Lehner )(Foto: Hannes Lehner )

Zu schnelles Fahren ist immer noch die Ursache Nummer eins bei schweren Verkehrsunfällen. Mehr als jeder dritte tödliche Verkehrsunfall wird von Rasern verursacht. Die immer noch hohe Zahl an Unfallopfern zeigt deutlich, dass weiterhin intensive und öffentlichkeitswirksame Geschwindigkeitskontrollen erforderlich sind, um einen dauerhaften Einstellungs- und Verhaltenswandel der motorisierten Verkehrsteilnehmer herbeizuführen.

ROSENHEIM Nicht nur in Bayern sondern auch im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ist nach wie vor überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache für tödliche Verkehrsunfälle. Bislang verunglückten in diesem Jahr 78 Verkehrsteilnehmer im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd (63 Verkehrstote im Vergleichszeitraum bis 25.10.2017). Auch eine Steigerung bei den Geschwindigkeitsunfällen mit tödlichem Ausgang wurde festgestellt. Im Jahr 2017 lag der Anteil in Bayern bei 37,17 % (226 von 608 Verkehrstoten) und in Oberbayern Süd bei 44,16 % (34 von 77 Verkehrstoten).

Um möglichst viele Verkehrsteilnehmer für die Risiken und die Gefährlichkeit von überhöhter Geschwindigkeit zu sensibilisieren und dadurch einen breiten Denk- und Lernprozess anzustoßen, wurde am 24. Oktober 2018 der flächendeckende Aktionstag „Fuß vom Gas“ durchgeführt. In der Zeit von 06.00 Uhr bis 24.00 Uhr mussten an rund 100 verschiedenen Messstellen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 629 Verkehrsteilnehmer wegen Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit beanstandet werden.

Um das Thema „Geschwindigkeit“ noch besser im Bewusstsein der Fahrzeugführer zu verankern, nimmt auch der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp, Stellung:

„Der Polizei liegt besonders am Herzen, dass alle Verkehrsteilnehmer gesund und sicher nach Hause kommen. Mit diesem Aktionstag „Fuß vom Gas“ wollen wir nicht an den Geldbeutel der Auto- und Motorradfahrer, vielmehr ist unser Ziel, das Gefahrenbewusstsein der motorisierten Verkehrsteilnehmer für zu schnelles Fahren nachhaltig zu schärfen und auf die dramatischen Folgen der Raserei hinzuweisen.“

Die Schwerpunktkontrollen gegen Raser finden im Rahmen des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 2020 ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘ statt. Das große Maßnahmenpaket reicht von verstärkter Öffentlichkeitsarbeit über Verkehrsüberwachung bis hin zur verbesserten Verkehrsraumgestaltung.

Das Verkehrssicherheitsprogramm ist unter abrufbar.


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