25.10.2018, 09:40 Uhr

Tragisch 21-jähriger Österreicher prallt mit VW-Bus frontal gegen Sattelzug und stirbt


Der junge Mann geriet in einer leichten Rechtskurve auf der B 21 vor dem oberen Bodenberg auf die Gegenfahrbahn: Die Einsatzkräfte können den tödlich Verletzten nicht mehr retten.

SCHNEIZLREUTH/RISTFEUCHT. Ein tragischer Verkehrsunfall hat sich am Mittwochnachmittag, 24. Oktober, gegen 16.40 Uhr auf der B21 im Kleinen Deutschen Eck zwischen Melleck und Schneizlreuth kurz vor dem oberen Bodenberg ereignet: Ein 21-jähriger Österreicher war in der leichten Rechtskurve mit seinem VW-Bus auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal in einen entgegenkommenden Sattelzug gekracht; sehr bemühte Ersthelfer, darunter eine Krankenschwester sowie Einsatzkräfte von Feuerwehr und Roten Kreuz versuchten den jungen Mann noch zu retten, hatten aber keine Chance, da er bei dem heftigen Aufprall tödliche Verletzungen erlitten hatte.

Den bisherigen Ermittlungen der Reichenhaller Polizei zufolge war der 21-Jährige von Unken kommend in Richtung Bad Reichenhall unterwegs. In der leichten Rechtskurve kurz nach der Forellenräucherei kam er dann aus bislang unbekannter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit dem entgegenkommenden Volvo-Lastzug mit Sattelauflieger eines 53-jährigen Kroaten, wobei der VW-Bus völlig zerstört wurde.

Sehr bemühte Ersthelfer, darunter auch eine Krankenschwester, versuchten den eingeklemmten jungen Mann zu retten und forderten über Notruf Feuerwehr und Rotes Kreuz an. Die Leitstellen in Traunstein und im Pinzgau schickten sofort rund 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Schneizlreuth, Weißbach an der Alpenstraße, Bad Reichenhall samt Löschzug Karlstein, Inzell, Unken und Lofer sowie das Rote Kreuz mit dem Reichenhaller Notarzt, zwei Rettungswagen, dem Einsatzleiter und dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ los.

Aufgrund der nur einspurig befahrbaren und durch die rückgestauten Lastwagen blockierte Baustelle am Bodenberg konnten die Einsatzkräfte aus Bayern die Unfallstelle nur sehr verzögert erreichen, wobei sie teilweise zu Fuß weitergehen mussten; die über Unken anfahrenden österreichischen Retter kamen ohne größere Verzögerungen durch; auch die Besatzung von „Christoph 14“ konnte trotz schwieriger Sichtflugbedingungen mit Nebel anfliegen und in der Nähe der Unfallstelle landen. Die Einsatzkräfte befreiten den Eingeklemmten 21-Jährigen aus dem Wrack, konnten ihn aber nicht mehr retten. Der 53-jährige Lkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen und einen Schock, wurde notärztlich untersucht, fuhr aber nicht mit ins Krankenhaus.

Der VW-Bus wurde komplett zerstört; an der Zugmaschine des Sattelzugs entstand erheblicher Sachschaden. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf rund 30.000 Euro. Zur Klärung der Ursache ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein die Sicherstellung der Fahrzeuge und ein Gutachten durch einen Sachverständigen an. Die B21 war während der Rettungsarbeiten und danach für das Gutachten und die Bergung bis zur Freigabe durch die Straßenmeisterei Bischofswiesen um 22.15 Uhr gesperrt, wobei der restliche Verkehr durch das Kleine Deutsche Eck größräumig über Sankt Johann im Pongau und Sankt Johann in Tirol ausweichen musste.


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