12.10.2018, 11:05 Uhr

Feuer löschen–Leben retten Feuerwehrübung auf dem Gelände der Molkerei BGL

(Foto: Molkerei BGL)(Foto: Molkerei BGL)

Die Freiwilligen Feuerwehren leisten einen wichtigen Sozialbeitrag für unsere Gesellschaft, denn im Ernstfall heißt es „Feuer löschen – Leben retten“.

PIDING Um diesen Auftrag möglichst gut zu erfüllen, investieren die aktiven Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren viele Stunden. Dazu werden als Vorbereitung für den Ernstfall immer wieder große Übungen durchgeführt. So auch kürzlich in Piding auf dem Werkstattgelände der Molkerei Berchtesgadener Land am Gänslehen.

Organisiert wurde die große Feuerwehrübung vom 1. Kommandanten der FFW Piding, Bernhard Heimendahl und dem Brandschutzbeauftragten der Molkerei, Franz Kern. Der Inspektionsbereich Nord wurde durch den Kreisbrandinspektor Leonhard Schaller und Kreisbrandmeister Stefan Ufertinger vertreten. Insgesamt 70 aktive Feuerwehrleute incl. Jugendfeuerwehr Piding waren in dem Probeeinsatz gefordert. Die Alarmierung der FFW Piding wurde um 19:30 Uhr durch die Rauchmelder im stark verrauchten Keller des Gebäudes ausgelöst. Nach dem Eintreffen der FFW Piding entnahmen sie den Schlüssel aus dem Feuerwehr-Schlüsseldepot und die Laufkarten der ausgelösten Melder. Sofort wurde die Löschwasserversorgung aufgebaut. Aufgrund der Stärke der Rauchentwicklung wurden die Feuerwehren aus Aufham und Anger nachalarmiert. Bis zu deren Eintreffen war dann Keller und Treppenraum der Kfz-Werkstatt komplett verraucht. Dementsprechend waren die Feuerwehrleute bei der Vermisstensuche von 6 Personen gefordert. Mittels schwerem Atemschutz wurde das Gebäude abgesucht. Eine Person wurde dabei aus dem 2. Obergeschoss geborgen und erstversorgt. Nach einer großen Abschlussbesprechung wurde die Übung um 21:30 erfolgreich beendet.

Bei Bränden kann es in einem Betrieb mit über 400 Mitarbeitern innerhalb kürzester Zeit zu größeren Personenschäden kommen. Der Brandrauch ist dabei oftmals die größte Gefahr und entwickelt sich schneller, als man allgemein annimmt.

Die Übung diente dazu, unterschiedlichste Kenntnisse und Bedürfnisse aller Beteiligten zu erkennen und umzusetzen. So sollte die Ortskenntnis der Einsatzkräfte vertieft und die Zusammenarbeit an den Schnittstellen von Feuerwehr und Brandschutzbeauftragten der Molkerei optimiert werden. Die Führungskräfte der Einsatzorganisationen und der Brandschutzbeauftragte der Molkerei  waren mit dem Ablauf sehr zufrieden. Man war sich darin einig, ähnliche Übungen auch in Zukunft in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.


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