11.10.2018, 13:37 Uhr

Dreiste Abzocke Angeblichen Lottogewinn teuer bezahlt

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Am 08.10.2018 hatte eine 51-jährige Traunreuterin von einem Mitarbeiter einer Lottospielgemeinschaft einen Anruf bekommen, sie hätte 49.000 Euro gewonnen.

TRAUNREUT Der Gewinn würde ihr durch eine Sicherheitsfirma persönlich übergeben. Allerdings müsse sie für den Notar und den Transport 900 Euro bezahlen. Da die anfallende Gebühr von den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes nicht in bar entgegen genommen werden dürfe, müsse sie „STEAM-Wertkarten“ im genannten Gegenwert kaufen. Dabei handelt es sich um Wertkarten für ein Spieleportal im Internet. Die Anzeigenerstatterin kaufte daraufhin diese Wertkarten in einem Elektrofachmarkt in Traunreut. Im weiteren Verlauf riefen die angeblichen Mitarbeiter dieser Spielgemeinschaft wieder an und erfragten nun die Sicherheitscodes auf der Rückseite der Wertkarten. Es sollte überprüft werden, ob die Wertkarten tatsächlich den genannten Geldwert enthalten würden. Tatsächlich diente diese dazu, dass die Betrüger Zugriff auf die Wertkarten erlangen konnten. Der Gegenwert der Wertkarten wurde von den Betrügern sofort abgebucht.

Am nächsten Tag erhielt die Geschädigte von der Betrügerbande einen erneuten Anruf, dass ihnen bei der Gewinnsumme ein Fehler unterlaufen sei. Es würde sich tatsächlich um einen Gewinn von 94.000 Euro handeln. Dafür wären aber erhöhte Kosten fällig. Die Traunreuterin sollte jetzt einen Betrag von 4.600 Euro auf ein Konto in Osteuropa überweisen. Dies kam der Geschädigten doch komisch vor und sie wandte sich an die Traunreuter Polizei. Der Vorfall stellte sich als eine derzeit aktuelle Betrugsmasche heraus.In dem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass entsprechende Gewinnversprechungen genau geprüft werden sollten. Forderungen, dass die Auszahlung der Gewinne nur über entsprechenden Vorauszahlungen an die angeblichen Gewinner ausgezahlt werden können, sind in Regel nicht seriös.

Die Geschädigten sollen die Vorauszahlungen über Wertkarten wie z.B. PaySafe-, I-Tunes-, Steam- oder ähnliche Wertkarten leisten. Durch geschickte Ausreden werden die Sicherheitscodes der Karten abgefragt und der entsprechende Wert der Karte sofort abgegriffen. Der Gegenwert der Karten sind dann im Besitz der Betrüger und die Karten wertlos.


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