10.10.2018, 15:23 Uhr

26-jähriger Rumäne International gesuchter Dealer von Grenzpolizei festgenommen

Foto: Erwin Wodicka/123rf.com (Foto: Erwin Wodicka/123rf.com)Foto: Erwin Wodicka/123rf.com (Foto: Erwin Wodicka/123rf.com)

Einen von Rumänien und Österreich international gesuchten Straftäter, konnten am Montag die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding dingfest machen. Sein Versuch, die Beamten mittels gefälschter Dokumente über seine wahre Identität zu täuschen, blieb erfolglos.

PIDING. Eine Streifenbesatzung der Grenzpolizeiinspektion Piding wurde am Montag auf einen BMW X6 mit rumänischer Zulassung aufmerksam, als dieser auf der A8, in Richtung Salzburg unterwegs war.

Bei der anschließenden Kontrolle auf Höhe des Angerer Berges händigten alle vier Insassen ihre Personaldokumente an die Beamten aus. Hierbei fielen den Schleierfahndern bei einer der rumänischen Identitätskarte eines Mitfahrers, Unstimmigkeiten auf. Ein genauer Blick bestätigte den Verdacht der Beamten - bei der Karte handelte es sich um eine Totalfälschung.

Die Durchsuchung der Geldbörse seiner Freundin brachte im weiteren Verlauf die echte rumänische Identitätskarte des 26-Jährigen zum Vorschein. Ein Abgleich seiner nun bekannten Echtpersonalien mit dem polizeilichen Fahndungsbestand ergab, dass der junge Mann durch die rumänischen Behörden, wegen Handel mit harten Drogen, per EU-Haftbefehl gesucht wurde. In seinem Heimatland wartet deshalb eine Gefängnisstrafe von 18 Monaten auf ihn.

Der 26-jährige Rumäne wurde vorläufig festgenommen und auf die Dienststelle der Grenzpolizeiinspektion Piding verbracht. Konfrontiert mit dem rumänischen Haftbefehl gaben er und seine Freundin plötzlich freiwillig an, dass er unter weiteren Aliaspersonalien auch von den österreichischen Behörden gesucht werden würde.

Und tatsächlich bestätigte eine Überprüfung diese Angaben. Bereits seit Anfang 2017 wurde der Rumäne aufgrund diverser Eigentumsdelikte auch von den österreichischen Behörden per EU-Haftbefehl gesucht.

Klarheit über den Grund für sein freiwilliges „Geständnis“, ergab die anschließende Vernehmung. Der junge Mann hatte schlicht Angst vor einer Auslieferung nach Rumänien und hoffte so, lediglich in Österreich zur Verantwortung gezogen zu werden - zumal er in Österreich bereits in der Vergangenheit Erfahrung mit den dortigen Haftbedingungen sammeln durfte.

Zunächst muss er sich jedoch für seine Straftat der Urkundenfälschung in Deutschland verantworten. Die zuständige Staatsanwaltschaft Traunstein beantragte einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 26-Jährigen. Dieser wurde durch das Amtsgericht Laufen bestätigt, woraufhin er in eine nahegelegene Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde.

Sein Plan, durch das freiwillige „Geständnis“ einer Haftstrafe in Rumänien oder auch Österreich zu entgehen, dürfte jedoch erfolglos verlaufen - er wird sich im Anschluss auch dort für seine Straftaten verantworten müssen.


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