04.10.2018, 14:23 Uhr

Im Handschuhfach versteckt Ohne gültigen Führerschein, aber dafür mit Waffe eingereist

Die Geschossenergie der hier aufgefundenen Softairwaffe überstieg den zulässigen Joulewert von 0,5 Joule bei Weitem. Somit unterliegt sie dem deutschen Waffengesetz. (Foto: Grenzpolizeiinspektion Piding)Die Geschossenergie der hier aufgefundenen Softairwaffe überstieg den zulässigen Joulewert von 0,5 Joule bei Weitem. Somit unterliegt sie dem deutschen Waffengesetz. (Foto: Grenzpolizeiinspektion Piding)

Beamte der Grenzpolizeiinspektion Piding stoppten am Mittwoch, 03. Oktober 2018, einen jungen Rumänen auf der A8. Neben dem Umstand, dass er kein Fahrzeug in Deutschland hätte führen dürfen, brachte ihm ein Blick der Fahnder in das Handschuhfach weiteren Ärger ein.

Mittwochmittags kontrollierten Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding auf der BAB 8, Höhe Teisendorf, einen Range Rover mit deutscher Zulassung. Fahrer war ein 25-jähriger Rumäne, in Begleitung zweier junger Damen.

Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass der Rumäne aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung kein Fahrzeug mehr in Deutschland führen darf. In jüngster Vergangenheit wurde er deswegen bereits mehrmals zur Anzeige gebracht.

Im Zuge der weiteren Kontrolle, durchsuchten die Beamten den Range Rover. Hierbei entdeckten sie im Handschuhfach, zugriffsbereit eine Pistole. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine täuschend echt aussehende, geladene Softairwaffe, die auf den ersten Blick, nicht von einer „scharfen“ Waffe zu unterscheiden war.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor der Gefahr, die diese „Anscheinswaffen“ sowohl für den Träger als auch andere mit sich bringen. Wie in vorliegendem Fall muss die Polizei zunächst davon ausgehen, dass es sich um eine echte und somit gefährliche Waffe handelt.

Die Geschossenergie der hier aufgefundenen Softairwaffe überstieg den zulässigen Joulewert von 0,5 Joule bei Weitem. Somit unterliegt sie dem deutschen Waffengesetz und der 25-Jährige hätte zum Führen der Waffe (weder schuss- noch zugriffsbereit) in der Öffentlichkeit einen Waffenschein benötigt. Die Waffe hatte er nach eigenen Angaben in Rumänien erworben.

Nach Anzeigenaufnahme wegen mehrerer Vergehen nach dem Waffen- und Straßenverkehrsgesetz, konnte der Rumäne seine Reise fortsetzen, da er über einen festen Wohnsitz in Deutschland verfügte - allerdings ohne die Softairwaffe und auf dem Beifahrersitz.


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