22.08.2018, 16:10 Uhr

Schreckliche Tragödie Einheimischer (33) stürzt am Watzmann 100 Meter in den Tod

(Foto: Bergwacht Passau / Dreisessel)(Foto: Bergwacht Passau / Dreisessel)

Ein schlimmes Schicksal ereilte den jungen Bergsteiger, als er die Watzmann-Überschreitung ging. Die Retter konnten nichts mehr für ihn tun.

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE. Am Mittwoch, 22. Augsut, gegen 7.45 Uhr stürzte ein Alleingeher, der auf der Watzmannüberschreitung unterwegs war, im Bereich der Watzmann-Mittelspitze in Richtung Ostwand ab.

Der 33-jährige aus dem Berchtesgadener Land, dürfte nach dem Erreichen der Watzmann-Mittelspitze 2713 HM, unmittelbar danach beim weitergehen den Halt verloren haben, bzw. abgerutscht sein und ist dann in einer Rinne 100 Hm tief abgestürzt. Bei dem Absturz verletzte er sich sofort tödlich.

Zwei Zeugen, die unmittelbar in dem Bereich unterwegs waren, hörten und sahen in Teilen den Absturz und setzten einen Notruf ab.

Bergretter und ein Notarzt der Bergwacht Berchtesgaden wurden mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 zunächst in das Watzmannkar geflogen. Ein direktes Anlanden an der Unglücksstelle war ohne Sicherung nicht möglich. Ein Bergwachtmann wurde zunächst oberhalb der Unfallstelle abgesetzt und baute mit einer Bohrmaschine einen sicheren Standplatz auf. Erst daraufhin wurden die weiteren Kräfte dorthin geflogen. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Person feststellen.

Ein Polizeibergführer wurde für die Unfallaufnahme und die Bergung der Leiche mit einem Polizeihubschrauber ebenfalls an die Einsatzstelle geflogen.

Die Annäherung an den Abgestürzten und die Bergung war nur durch Seilsicherung möglich.

Die beiden Zeugen, die unter Schock standen, wurden mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 vom Watzmanngrat geborgen. Dabei machten dann die weiteren Berggeher, die ebenfalls die Überschreitung gingen, durch ihre Neugierde die Bergung unnötig schwierig und gefährlich. Sie hielten sich zu dicht an der zu bergenden Person auf, sodass der Bergwachtmann, der am Tau im Anflug war, in Gefahr geriet, durch Pendelbewegungen Unbeteiligte vom Grad zu stoßen. Die Zeugen wurden durch das KIT zunächst betreut.

Im Verlauf der weiteren Bergung musste dann ein weiterer Alpinbeamter der Polizei den Grat unmittelbar oberhalb der Einsatzstelle sperren, da die weiteren Begeher immer wieder Steine lostraten und somit die Einsatzkräfte gefährdeten.

Lautsprecherdurchsagen durch die Hubschrauberbesatzung konnten die Leute nicht davon abhalten, vor lauter Neugier bis an den Rand der Rinne oberhalb der Einsatzstelle zu gehen.

Neben der Polizei, den Hubschraubern Christoph 14, Edelweiss 4, der Bergwacht Berchtesgaden, war noch der Tankanhänger der Bergwacht und das Kriseninterventionsteam der Bergwacht im Einsatz.


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