07.08.2018, 14:15 Uhr

Bergwacht rettet 58-Jährigen Am Watzmann abgestürzt und überlebt

Christoph 14: Im Schnitt vier Einsätze pro Tag (Foto: Markus Leitner / BRK)Christoph 14: Im Schnitt vier Einsätze pro Tag (Foto: Markus Leitner / BRK)

Die Bergwacht Berchtesgaden und „Christoph 14“ flogen einen verletzten Bergsteiger aus Niedersachsen am 57-Meter Tau zum Hirschwieskopf aus. Er war ausgerutscht, drei Meter tief gefallen und hatte sich das Sprunggelenk verletzt. Sein Glück: Er blieb kurz vor einem 200-Meter-Abbruch liegen, der ihm sicher das Leben gekostet hätte ...

SCHÖNAU AM KÖNIGSEE Die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Montagnachmittag einen Bergsteiger mit einer Sprunggelenksverletzung aus der Watzmann-Ostwand gerettet. Der 58-Jährige aus Niedersachsen war alleine auf einer Zwei-Tages-Tour am Berchtesgadener Weg mit geplanter Übernachtung in der Biwakschachtel unterwegs, als er in rund 1.850 Metern Höhe an der Rampe abrutschte und rund drei Meter tief auf ein Felsband abstürzte, wobei er sich so schwer am Sprunggelenk verletzte, dass er nicht mehr weiter aufsteigen konnte.

Der Mann hatte Glück im Unglück, blieb unmittelbar vor einem 200-Meter-Abbruch liegen und setzte gegen 15.50 Uhr selbst bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab. Obwohl der 58-Jährige mit seinem Handy Blinkzeichen gab, konnten ihn die Besatzung von „Christoph 14“ und ein ortskundiger Berchtesgadener Bergretter erst nach mehreren Überflügen entdecken, da die Einsatzstelle im Schatten lag und der Grauwert seiner Kleidung sich kaum vom Untergrund abzeichnete.

Vom Zwischenlandeplatz am Hirschwieskopf aus brachte der Pilot den Bergretter am 57-Meter-Tau zum Unfallort und flog dann Retter und Patient dorthin zurück. Im Heli gings ins Tal zum Schneewinkel-Landeplatz, wo eine Krankenwagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes den Verletzten übernahm und in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte.


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