06.08.2018, 11:53 Uhr

Am Freilassinger Bahnhof Güterzug durchbricht die Schallmauer


So schnell wie der Schall wird sie nicht gewesen sein, die Lok. Trotzdem entstand ein ordentlicher Sachschaden ...

FREILASSING. Bei einer Rangierfahrt im Freilassinger Bahnhof ist am Freitag, 3. August, eine Lok entgleist. Das Schienenfahrzeug fuhr ungebremst auf einen Prellbock auf und schob ihn durch eine Schallschutzwand. Verletzt wurde niemand. Die Bundespolizeiinspektion Freilassing ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Am Freitagmorgen kam es im Freilassinger Bahnhof zu einem Bahnbetriebsunfall. Ersten Ermittlungen zufolge hatten zwei Mitarbeiter der Bahn einen 100 Meter langen Güterzug auf dem dafür vorgesehenen Gleis rangiert. Dabei fuhr die Lok gegen einen Prellbock, riss ihn einige Meter mit und durchbrach die davorstehende Schallschutzwand. Schließlich blieb sie circa einen Meter erhöht auf dem Prellbock stehen.

Wegen der anschließenden Ermittlungen und Bergungsarbeiten musste der unmittelbare Unfallbereich, das Nachbargleis sowie die hinter der Schallschutzwand liegende Unterführung gesperrt werden. Die Lok konnte erst gegen 20 Uhr mithilfe eines Spezialschienenfahrzeugs der Deutschen Bahn AG wieder auf die Schienen gesetzt werden. Für das Nebengleis konnte die Sperre gegen 22:30 Uhr aufgehoben werden. Das betroffene Rangiergleis bleibt noch bis zur Reparatur des beschädigten Prellbocks gesperrt.

Nach ersten Schätzungen der Ermittler soll der an den Bahnanlagen und an der Unfalllok entstandene Sachschaden bei rund 150.000 Euro liegen. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand weiterer Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Freilassing.


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