31.07.2018, 09:15 Uhr

Unfall am Untersberg Forstarbeiter wurde von rollendem Stamm schwer verletzt

(Foto: BRK BGL/Leitner)(Foto: BRK BGL/Leitner)

Der 45-jährige Rumäne zog sich schlimme Verletzungen am Brustkorb, der Wirbelsäule und am Bein zu.

BISCHOFSWIESEN. Einsatzkräfte der Reichenhaller Bergwacht und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Montagvormittag, 30. Juli, einen schwer verletzten Forstarbeiter von der Westseite des Untersbergs gerettet. Der 45-jährige Rumäne war bei Baumfällarbeiten von einem rollenden Stamm unter anderem am Brustkorb, an der Wirbelsäule und am Bein verletzt worden. Wanderer am Almsteig (Knieschnaggler) westlich der Zehnkaser-Almen wurden auf den Notfall in rund 1.500 Metern Höhe aufmerksam und setzten kurz nach 9.30 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab.

Die Besatzung von „Christoph 14“ fand die Einsatzstelle im steilen Bergwald rasch und brachte dann vom Zwischenlandeplatz am Holzstubenweg aus in zwei Aufzügen mit dem 50-Meter-Tau die Notärztin und zwei Bergretter zum Unfallort. Geländebedingt durch die hohen Bäume, die trichterförmige Topographie und die schwierigen Windverhältnisse am Plateau-Abbruch waren die Anflüge relativ schwierig: Der Besatzung musste mit den Rettern am Tau in die Lichtung im Bergwald langsam einfädeln. Ersthelfer und Einsatzkräfte versorgten den schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzten Mann und flogen ihn aufgrund der vermuteten inneren Verletzungen sehr rasch im Luftrettungssack zum Zwischenlandeplatz aus, wo ihn die Ärztin und die Sanitäter weiter versorgten, bevor ihn „Christoph 14“ zum Klinikum Traunstein brachte. Der Rumäne gehört zu einer Gruppe mehrerer Forstarbeiter, die an den Zehnkaser-Almen untergebracht sind und aktuell im Bereich des Almsteigs Baumfäll- und Schäpsarbeiten durchführen, wobei bei den gefällten Nadelbäumen die Borke und saftführende Schicht entfernt wird, um Schädlingsbefall zu vermeiden.

Die beiden Bergretter stiegen zu Fuß über den Almsteig zum Maximiliansreitweg ab und wurden per Geländefahrzeug abgeholt. Beamte der Berchtesgadener Polizei nahmen den genauen Hergang des Forstunfalls auf. Neben fünf Bergrettern war auch eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes zur Versorgung am Tallandeplatz im Einsatz, der bis 12 Uhr dauerte.


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