15.07.2018, 22:07 Uhr

Wegen Unwetter Leichtflugzeug stürzt bei Notlandung ab und überschlägt sich


Wahrscheinlich, weil der Pilot ein Unwetter umfliegen musste, kam es zu einer missglückten Notlandung auf einer Wiese mit zwei verletzten Personen ...

SILLERSDORF. Am Sonntagabend gegen 19 Uhr hat sich ein einmotoriges Ultraleichtflugzeug bei einer Außenlandung (Notlandung) auf einer Wiese südwestlich von Sillersdorf überschlagen, wobei der 56-jährige Pilot und seine 49-jährige Passagierin – beide aus München – nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes mit leichteren Verletzungen davonkamen. Der Mann musste wetterbedingt auf dem Weg von Italien nach Landshut seine Flugroute ändern und dann wegen Spritmangel notlanden, wobei eine Radaufhängung brach.

Aufgrund mehrerer Unwetterfronten musste der Pilot seine ursprüngliche Flugroute ändern, weshalb ihm der Sprit knapp wurde und er sich für eine Außenlandung auf dem größeren Feld südwestlich von Sillersdorf entschied. Dabei brach auf dem buckeligen Untergrund die Aufhängung des Bugrads, das Flugzeug kippte, überschlug sich um und blieb auf den Dach liegen.

Am Golfplatz Weng südlich der Unfallstelle hatten mehrere Leute die Notlandung verfolgt und gegen 19.15 Uhr einen Notruf abgesetzt, woraufhin die Leitstelle Traunstein zunächst die Freiwillige Feuerwehr Ainring, die Kreisbrandinspektion und das Rote Kreuz mit zwei Rettungswagen, dem Freilassinger Notarzt, dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ und dem Einsatzleiter Rettungsdienst alarmierte. Polizei und Rettungsdienst fuhren von Freilassing aus an und entdeckten die Einsatzstelle rasch, die zwischen dem Bibergraben (Gemeindegrenze) am nördlichen Ende des Ainringer Goldplatzes und der Sur bereits auf dem Gebiet von Saaldorf lag, weshalb die Freiwillige Feuerwehr Saaldorf nachalarmiert wurde.

Das Rote Kreuz versorgte die beiden Insassen notärztlich und brachte sie dann zur weiteren Untersuchung in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher, demontierte den Flieger unter telefonischer Anleitung eines Sachkundigen und half bei der Bergung des Flugzeugs, das von einem örtlichen Abschleppdienst abtransportiert wurde. Ersten Schätzungen der Polizei zufolge entstand Totalschaden in Höhe von rund 40.000 Euro. Ein Flugsachbearbeiter der Freilassinger Polizei führt die Ermittlungen zur Unfallursache und den Folgen des Unfalls.

Aufgrund der zunächst unklaren Lage über die Anzahl und Art der Verletzungen forderte die Polizeieinsatzzentrale ein Großaufgebot an Einsatzkräften an. Die Polizei war mit acht Streifen der umliegenden Dienststellen vor Ort; die Feuerwehren Saaldorf und Ainring mit rund 60 Einsatzkräften; das Rote Kreuz mit acht Sanitätern und zwei Notärzten.


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