25.06.2018, 08:39 Uhr

Erneut Spitzenplätze Vier Polizisten unter den TOP 10 beim Chiemsee-Triathlon

(Foto: Marcel Mayer )(Foto: Marcel Mayer )

Die Sportart Triathlon erfreut sich seit über 40 Jahren weltweit großer Beliebtheit. Auch in Deutschland gibt es eine Vielzahl derartiger großer Wettkämpfe, die aus Schwimmen, Radfahren und Laufen bestehen. Zu den beliebtesten Veranstaltungen zählt der Chiemsee-Triathlon, der in diesem Jahr zum 7. Mal stattfand.

CHIEMING Erstmals war die Bayerische Polizei dabei. Das Bayerische Polizeisportkuratorium (BPSK) schloss sich den Veranstaltern des Chiemsee-Triathlons an und führte in diesem beeindruckenden Rahmen die 11. Bayerische Polizeimeisterschaft im Triathlon durch. Seit Monaten waren alle Disziplinen beim Triathlon ausverkauft.

Pünktlich zum Start brach sich am Sonntag, 24.06., die Sonne ihren Weg durch die graue Wolkendecke. In Chieming konzentrierte sich gegen 9.30 Uhr die ganze Aufmerksamkeit auf das Chiemseeufer. Dort gingen unter begeisterten Rufen der großen Zuschauermenge und angefeuert vom professionellen Moderator mit fünf Minuten Abstand zuerst das Damen- und dann das Herrenstarterfeld auf die Schwimmstrecke ins „Bayerische Meer“.

Mitten unter den rund 1.000 Startern beim 7. Eberl Chiemsee Triathlon waren 80 Athleten der Bayerischen Polizei, gut erkennbar an ihren türkisfarbenen Startnummern aus der Nummernreihe 400 und mit blauen Sportmützen auf dem Kopf. Sie absolvierten die olympische Distanz mit 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und 10 Kilometern Laufen. Das Starterfeld setzte sich an diesem Tag sowohl aus national und international namhaften Profis und Amateuren zusammen.

Triathlon ist eine Sportart, die für alle Altersgruppen interessant ist. Deshalb waren bei den Polizisten auch Starter von 18 bis über 60 Jahre am Start. Erfreulich war die Bandbreite der Dienststellen, die sich beteiligten. Neben den zahlenmäßig am meisten vertretenen Sportlern der Bayerischen Bereitschaftspolizei waren Kollegen aus Präsidialbüros, Polizeiinspektionen, Verkehrspolizeiinspektionen, Kripo-Dienststellen, Schleierfahndungseinheiten, Einsatzzügen, dem MEK und den Spezialeinheiten aus ganz Bayern am Start.

Schnell trennte sich die Spreu vom Weizen. Einige Sportler lösten sich rasch aus der Menge und führten das vordere Feld an. Von Beginn an mischte der aus Unterwössen stammende Lokalmatador Michael Ager von der Bayerischen Bereitschaftspolizei ganz vorne mit. Der Beamte ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits bei der diesjährigen Polizeieuropameisterschaft in den Niederlanden erzielte er den vierten Platz.

Die Wechselzone zum Radfahren verließ er direkt auf den Fersen eines Konkurrenten und war damit bereits auf dem Weg zum Podium. Vor ihm platziert waren nur noch Marc Eggeling (Deutschland) und Nikolaus Wihlidal (Österreich), die im Vorfeld schon zu den Favoriten zählten. Unter die TOP 10 schafften es von der Polizei noch Stefan Högl, Johannes Zappe und Tom Weikert - alle ebenfalls von der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Somit gab die Bayerische Polizei wiederum eine gute Visitenkarte ab, wie schon beim Regensburg Marathon im Mai, wo unter den TOP 10 gleich sieben Polizisten zu finden waren. Bei den Frauen wurde Julia Greppmair vom Bayerischen Landeskriminalamt bayerische Polizeimeisterin vor Melanie Braunmüller auf dem zweiten und Judith Horner auf dem dritten Platz - beide Bayerische Bereitschaftspolizei.

 

Jubel und Klatschen und Begeisterungsrufe waren Ausdruck einer tollen Stimmung auf der Strecke. Dies feuerte auch die bayerischen Polizisten besonders an. Sie ernteten für ihre Erfolge Anerkennung für ihre Leistungen. Sehr zufrieden zeigte sich deshalb der zuständige Fachwart für Triathlon, Polizeihauptkommissar Christoph Liebert vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West: „Es war einfach eine Topveranstaltung hier am Chiemsee“, so Liebert. Der Veranstalter betrachte die Teilnahme der Polizei als Bereicherung. Die Polizisten berichteten durchwegs positiv von der Organisation, der tollen Gegend und Stimmung. „Sie waren alle total begeistert. Am Start waren viele Spitzenleute, so dass man die Erfolge nicht hoch genug einschätzen kann. Es war einfach eine top Leistung“.

Der 26-jährige Bereitschaftspolizist Michael Ager, Sieger der Polizeimeisterschaft, äußerte sich nach dem Wettkampf: „Ich wusste, dass sowohl bei der Polizei, als auch in der allgemeinen Wertung gute Leute dabei sind. Viele haben mitgemacht, die ich von anderen Wettkämpfen aus dem Chiemgau kenne. Ich bin mit meinem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Mein dritter Platz in der Gesamtwertung 17 Sekunden hinter dem Sieger hat sich beim Schlussspurt auf den letzten zwei Kilometern entschieden, da waren die anderen beiden einfach besser.“

Die Siegerehrung nahmen im Festzelt der Veranstalter, der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp, der Leiter der Polizeiinspektion Traunstein, Polizeioberrat Rainer Wolf,  sowie der Vorsitzende des Bayerischen Polizeisportkuratoriums und Polizeisportbeauftragter der Bayerischen Polizei, Johann Peter Holzner, vor. Sie zeigten sich von der professionellen Veranstaltungen und den Leistungen der Sportler begeistert. „Eine wirklich tolle Veranstaltung, bei der sich meine Kollegen auch unter den Profis behaupten und damit die Fitness und Leistungsfähigkeit der Bayerischen Polizei eindrucksvoll belegen konnten“, so Polizeipräsident Robert Kopp.

Der Dank galt auch den Mitarbeitern der Geschäftsstelle des bayerischen Polizeisportkuratoriums (BPSK) und des zuständigen Sachgebiets E1 des Präsidiums Oberbayern Süd für die Ausrichtung der Veranstaltung und die gute Zusammenarbeit mit dem Veranstalterteam „Wechselszene“.

Wieder konnten die fitten Polizisten bei einer Großveranstaltung im Sport beeindrucken. Körperliche Leistungsfähigkeit und Fitness sind im Polizeiberuf eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen und anders als manchmal im täglichen Dienst erfuhren die Beamten bei den Zuschauern viel Beifall und Wertschätzung. Um bei solchen Wettkämpfen mit den Profis mithalten zu können, sind viel Training in der Freizeit und mentale Stärke unerlässlich. Leitender Polizeidirektor Holzner stellte in Aussicht, dass sich die Polizei aufgrund der positiven Erfahrungen auch bei der nächsten Polizeimeisterschaft dem Chiemsee-Triathlon anschließen wird.


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