18.06.2018, 09:17 Uhr

Syrer müssen U-Haft antreten Schleuser auf Inntalautobahn gestoppt

(Foto: Bundespolizei)(Foto: Bundespolizei)

Am Samstag, 18. Juni 2018, hat die Bundespolizei bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn (A93) zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die beiden Syrer werden beschuldigt, sechs Landsleute illegal über die deutsch-österreichische Grenze gebracht zu haben.

A93/ROSENHEIM Der Fahrer des Wagens mit schwedischer Zulassung wies sich mit einem syrischen Reisepass und einer schwedischen Aufenthaltsgenehmigung aus. Sein 27-jähriger Beifahrer, ebenfalls syrischer Staatsangehöriger, verfügte über einen in Schweden ausgestellten Flüchtlingspass und einem zugehörigen Visum. Die übrigen sechs Fahrzeuginsassen konnten den Kontrollbeamten hingegen nicht die erforderlichen Einreisepapiere aushändigen.

Vor dem Hintergrund des Vorwurfs der Schleuserei gaben sich Fahrer und Beifahrer zunächst arglos. Die ersten Nachforschungen der Bundespolizisten erhärteten jedoch den Verdacht. Bei beiden Männern wurden mehrere verfälschte Papiere aufgefunden. Die Durchsuchung des 27-Jährigen brachte zudem einen Umschlag mit 1.900 Euro ans Licht. Ob es sich dabei um den Schleuserlohn handelt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft beantragte für den Fahrer und den Beifahrer jeweils die Untersuchungshaft. Diesem Antrag entsprach das Rosenheimer Amtsgericht. Die Männer wurden auf richterliche Anordnung hin in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten gebracht. Sie werden sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern und Verschaffens falscher amtlicher Ausweise verantworten müssen. Die geschleusten Personen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.


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