04.06.2018, 14:42 Uhr

Ins Netz gegangen Bundespolizei findet vermisste 14-Jährige und gesuchte Straftäter

(Foto: Bundespolizei)(Foto: Bundespolizei)

Die Bundespolizei hat am ersten Juni-Wochenende mehrere polizeilich gesuchte Personen in Gewahrsam genommen. Darunter befand sich auch ein 14-jähriges Mädchen.

ROSENHEIM Die junge Österreicherin, die sich eigentlich in einer Betreuungseinrichtung in Tirol aufhalten sollte, wurde von den Beamten am Rosenheimer Bahnhof kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, dass sie als vermisst gemeldet und seit Ende Mai europaweit gesucht worden war. Die Ausreißerin konnte der Obhut der österreichischen Polizei anvertraut werden.

Auf der A 93 bei Kiefersfelden trafen die Bundespolizisten außerdem auf einen Portugiesen und einen Rumänen, die im Rahmen der Grenzkontrollen verhaftet wurden. Den portugiesischen Staatsangehörigen suchte laut Polizeicomputer die Münchner Staatsanwaltschaft. Er hatte wegen Erschleichens von Leistungen eine Geldstrafe in Höhe von 2.250 Euro zu zahlen. Der 26-Jährige, der Beifahrer in einem Pkw war, konnte den geforderten Betrag entrichten. Doch statt seine Reise gleich wieder fortzusetzen, musste er erst noch eine Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz abwarten. Bei der Durchsuchung des Gepäcks fanden die Beamten im Geldbeutel des Mannes noch eine kleinere Menge an Cannabisblüten.

Seinem Sohn hat es ein 60-jähriger Rumäne zu verdanken, dass er aus der Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei nach wenigen Stunden wieder entlassen werden konnte. Der Osteuropäer wurde, wie die Bundespolizei herausfand, von der Staatsanwaltschaft in Ravensburg wegen besonders schweren Diebstahls mit einem Haftbefehl gesucht. Die festgesetzte Geldstrafe belief sich auf 1.650 Euro. Mangels eigener finanzieller Möglichkeiten drohte dem Mann ersatzweise eine rund 80-tägige Freiheitsstrafe. Er konnte jedoch seinen Sohn verständigen, der bereit war, die Justizschulden des Vaters zu übernehmen und das Geld zu überweisen.


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