01.06.2018, 13:07 Uhr

120 Tage in Haft Zweiter Einreiseversuch endet im Gefängnis

(Foto: Bundespolizeidirektion München )(Foto: Bundespolizeidirektion München )

Die Bundespolizei hat von Mittwoch auf Donnerstag, 31. Mai 2018, bei Grenzkontrollen zwischen Kufstein und Rosenheim zehn Migranten in Gewahrsam genommen. Sie stammen unter anderem aus Nigeria, Gambia, Togo, Tunesien, Afghanistan Syrien und dem Kosovo.

ROSENHEIM Für einen Mann endete der illegale Einreiseversuch im Gefängnis.

Die Bundespolizisten nahmen einen Kosovaren in der Kontrollstelle auf der A93 fest. Er war Mitfahrer in einem in Deutschland zugelassenen Wagen. Der 23-Jährige konnte sich lediglich mit einer abgelaufenen italienischen Aufenthaltserlaubnis ausweisen. Wie die Beamten rasch herausfanden, war ihm mangels erforderlicher Papiere erst zwei Tage zuvor die Einreise über die deutsch-österreichische Grenze verweigert worden. Die eingeschaltete Staatsanwaltschaft beantragte aufgrund der klaren Sachlage, ein beschleunigtes Strafverfahren durchzuführen. Dem entsprach das Rosenheimer Amtsgericht, das den kosovarischen Staatsangehörigen schon kurz nach seinem zweiten unerlaubten Einreiseversuch zu einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 1.800 Euro verurteilte. Da er nicht über die notwendigen finanziellen Möglichkeiten verfügte, musste der Verurteilte ersatzweise einen 120-tägigen Gefängnisaufenthalt in der Justizvollzugsanstalt Gablingen antreten.

 

Wegen Urkundenfälschung und versuchter unerlaubter Einreise hat die Bundespolizei einen Syrer angezeigt. Der 51-Jährige reiste mit einem EuroCity von Italien aus in Richtung München, musste jedoch in Rosenheim seine Fahrt unterbrechen. Er wurde wegen versuchter unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung angezeigt, da er die Beamten bei der Kontrolle im Zug mit einem gefälschten Visum über die Rechtmäßigkeit seines beabsichtigten Aufenthalts in Deutschland täuschen wollte. Die Bundespolizisten erkannten die Fälschung und leiteten gegen den Festgenommenen die Ermittlungen ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann vorerst an eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge weitegeleitet.


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