05.03.2018, 13:36 Uhr

Rumäne wartet auf Auslieferung Bundespolizei stoppt gesuchte Personen bei Grenzkontrollen

(Foto: Bundespolizei/Alexandra Stolze)(Foto: Bundespolizei/Alexandra Stolze)

Die Bundespolizei hat über das Wochenende, 3./4. März 2018, verteilt bei Grenzkontrollen auf der A93 fünf Personen verhaftet, die polizeilich gesucht wurden. Einem von ihnen droht die Auslieferung nach Frankreich.

ROSENHEIM Der Rumäne kam mit einem italienischen Reisebus über die deutsch-österreichische Grenze. Bei der Überprüfung seiner Personalien fanden die Bundespolizisten mithilfe des Polizeicomputers heraus, dass der 44-Jährige von der französischen Justiz gesucht wird. Laut europäischem Haftbefehl wird er beschuldigt, Mitte 2016 in Frankreich als Mitglied einer kriminellen Vereinigung an einem Einbruchsdiebstahl beteiligt gewesen zu sein. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu 15 Jahre Freiheitsentzug. Auf richterliche Anordnung hin wurde er am Montag in München in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Dort wartet er auf seine Überstellung an die französischen Behörden.

Einem Italiener, gegen den ebenfalls ein Haftbefehl vorlag, blieb der Gang ins Gefängnis erspart. Zu verdanken hat er das einem guten Bekannten, der für ihn bei der Münchner Polizei die geforderte Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro einzahlte. Hierzu war der 37-Jährige vom Amtsgericht Traunstein wegen Einschleusens von Ausländern verurteilt worden. Bundespolizisten stoppten den italienischen Fahrzeugführer am Sonntag auf der Inntalautobahn. Bis zur finanziellen Unterstützung seines verständigten Freundes musste er in der Rosenheimer Dienststelle einen Zwischenstopp einlegen. Ohne diese Hilfe hätte ihm eine 60-tägige Freiheitsstrafe bevorgestanden.


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