02.03.2018, 11:09 Uhr

Anzeigeerstattung Online Neuer Service der Bayerischen Polizei gestartet

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann gibt an der Seite von Oberkommissarin Marianne Gottwald vom BPFI Ainring den Startschuss für „Anzeigeerstattung Online“. (Foto:  BPFI/Bayerische Polizei)Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann gibt an der Seite von Oberkommissarin Marianne Gottwald vom BPFI Ainring den Startschuss für „Anzeigeerstattung Online“. (Foto: BPFI/Bayerische Polizei)

Vergangene Woche gab Innenminister Joachim Herrmann im Polizeipräsidium Mittelfranken in Nürnberg im Rahmen einer Pressekonferenz den Startschuss für die „Anzeigeerstattung Online“ bei der Bayerischen Polizei.

AINRING An seiner Seite beantwortete Marianne Gottwald aus Neukirchen die Fachfragen der Journalisten. Sie ist die hauptverantwortliche Sachbearbeiterin am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI) in Ainring, das die Anwendung technisch umsetzte.

Den Auftrag für die Anwendung „Anzeigeerstattung Online“ erteilte das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Die „Verfahrenskoordination Web Info Medien“ vom Fachbereich Informationsmanagement am BPFI baute dabei auf den Formularservice des IT-Dienstleistungszentrums Bayern auf. „Durch kurze Wege und hohe Fachlichkeit konnten wir die Anwendung in Abstimmung mit den Sachgebieten für Kriminalitätsbekämpfung gut voranbringen“, erklärt Fachbereichsleiter Peter Auer.

Die Fachbereichskollegen Martin Strobl und Jürgen Sandner unterstützten Marianne Gottwald tatkräftig. Die Anwendung musste auf die gängigen Betriebssysteme abgestimmt werden. Weiter sei wichtig gewesen, dass sie auch auf den verschiedenen mobilen Endgeräten mit optimaler Darstellung auf dem Bildschirm laufe, erklärt Gottwald. Umfangreiche Tests waren vor dem Start durchzuführen. Großer Wert sei auf Benutzerfreundlichkeit gelegt worden. Ergänzend können Bürger auch Fotos und Dokumente hochladen.

Der erste Entwurf ging an die bayerischen Polizeiverbände zum Durchlauf auf breiter Basis, anschließend arbeiteten die Verantwortlichen am BPFI Anregungen ein. Die endgültige Version konnte dann in den Internetauftritt der Bayerischen Polizei, für den auch der Fachbereich Informationsmanagement am BPFI die Verantwortung trägt, eingebunden werden. Einer der Fotografie-Polizeifachlehrer des BPFI produzierte aussagekräftige Bilder für die Polizei-Homepage und für die Öffentlichkeitsarbeit auf Facebook.

„Schon nach dem ersten Wochenende zeichnet sich ab, dass die Anzeigenerstattung Online von den Bürgern gut angenommen wird“, berichtet Peter Auer. Auf www.polizei.bayern.de ist das Formular über die Navigationsleiste rechts unten unter „Anzeigeerstattung Online“ aufzurufen. Dort können per Computer, Tablet oder Smartphone ausgewählte Delikte gemeldet werden. Das sind Online-Auktionsbetrug, Sachbeschädigung, Diebstahl und Unterschlagung von Fahrrädern sowie Sachbeschädigung von Autos, Diebstahl von Teilen und von Gegenständen aus einem Auto.

„Wir werden die Anzeigeerstattung Online rund ein Jahr umfassend testen und dabei die Erfahrungen unserer Dienststellen sammeln“, kündigte Herrmann auf seiner Pressekonferenz in Nürnberg an. „Danach werden wir entscheiden, wie wir mit der neuen Anzeigemöglichkeit weiter umgehen und ob wir unser Angebot auf andere geeignete Deliktsbereiche ausweiten.“

Der bayerische Innenminister wies ausdrücklich darauf hin, dass eine Anzeige über das Internet kein Ersatz für den polizeilichen Notruf ist: „In Notfällen wählen Sie bitte weiterhin die 110. Unter dieser Nummer ist die Polizei rund um die Uhr erreichbar und leistet unverzüglich Unterstützung und Hilfe.“


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