20.02.2018, 14:22 Uhr

Drei Frauen betroffen Vergewaltigungs-Prozess gegen Asylbewerber (34) startet

Wegen Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung und vorsätzlicher Körperverletzung muss sich ein 34-Jähriger vor dem Landgericht in Traunstein verantworten. (Foto: Kolpe)Wegen Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung und vorsätzlicher Körperverletzung muss sich ein 34-Jähriger vor dem Landgericht in Traunstein verantworten. (Foto: Kolpe)

Zwei Vergewaltigungsdelikte im Herbst 2015 und Frühjahr 2016 sorgten in Traunstein für große Besorgnis. Ab Montag, 26. Februar, muss sich ein 34-jähriger Asylbewerber, dem außerdem ein Vergewaltigungsdelikt in Kempten im November 2016 zur Last gelegt wird, deshalb vor dem Landgericht Traunstein verantworten.

TRAUNSTEIN. Eine Personenkontrolle am 21. Januar 2017 im Zug zwischen Kempten und Buchloe durch die Polizeiinspektion Fahndung Lindau brachte die Ermittler auf die Spur des damals 33-jährigen Mannes. Dieser war aufgrund einer drohenden Abschiebung untergetaucht, bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass ein Haftbefehl (räuberische Erpressung Anm. d. Red.) gegen ihn vorlag.

Der Abgleich der DNA des Mannes führte zu einer versuchten Vergewaltigung in Kempten, bei der am 26. November 2016 eine Joggerin auf einem Fuß- und Radweg in den Morgenstunden angegriffen wurde. Der damals unbekannte Täter ließ nur aufgrund der heftigen Gegenwehr von seinem Opfer ab und flüchtete zu Fuß.

In enger Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei in Kempten ist es dem Fachkommissariat K1 der Kripo Traunstein gelungen, Gemeinsamkeiten zwischen den Taten in Kempten und Traunstein festzustellen.

Am 15. November 2015 verließ eine 35-jährige Frau am frühen Morgen ein Nachtlokal in Traunstein. Ein Unbekannter versuchte sie dort auf dem Parkplatz zu vergewaltigen und flüchtete zu Fuß, als sich die Frau stark wehrte und laut nach Hilfe schrie.

Am 10. April 2016, ebenfalls in den frühen Morgenstunden, befand sich eine 24-jährige Frau, die nach einem Schlaganfall körperlich eingeschränkt ist, auf dem Nachhauseweg, als sie im Bereich der Grünanlage „Brunner-Anlage“ überfallen und vergewaltigt wurde. Die letzten Zweifel an der Täterschaft des Festgenommenen wurden durch die DNA-Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin in München ausgeräumt.

Der Prozess ist auf drei Verhandlungstage angesetzt. Das Wochenblatt hält Sie in Print und online auf dem Laufenden.


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