22.01.2018, 10:06 Uhr

Unglück am Geigelstein Lawinenopfer (30) erlag seinen Verletzungen

(Foto: FDL/Brekl)(Foto: FDL/Brekl)

Der gestern am Geigelstein verunglückte Skitourengeher, erlag noch in den Abendstunden seinen Verletzungen im Krankenhaus.

SCHLECHING Wie wir gestern unter „Skitourengeher wird von Lawine begraben“ berichteten, verstarb der 30-Jährige noch in den Abendstunden des 21. Januars im Krankenhaus.

Was war passiert? Ein 30-Jähriger aus Oberwiesenthal unternahm am Vormittag des 21. Januars eine Skitour im Geigelsteingebiet (Lkr. Traunstein). An der sogenannten Wirtsalm traf er auf einen 57-jähriger Münchner und setzte mit ihm gemeinsam die Tour in Richtung Geigelstein fort. Gegen 12 Uhr beschlossen beide Männer am „Sattel“ Richtung Südosten über einen steilen Rücken abzufahren. Der 57-Jährige fuhr voraus und bemerkte kurze Zeit später, dass er von hinten von einer Lawine erfasst wurde. Er schaffte es jedoch, an der Oberfläche zu bleiben und konnte sich selbst aus der Lawine befreien. Da er seinen Begleiter nicht mehr sehen konnte, suchte er diesen mit seinem Lawinenverschüttungssuchgerät (LVS-Gerät).

Kurz darauf konnte er den 30-Jährigen finden und aus dem Schnee graben. Da dieser nicht mehr ansprechbar war, begann er unmittelbar mit der Reanimation. Hier wurde er von hinzukommenden Tourengehern unterstützt. Infolge der Witterung war ein Hubschrauberflug anfangs nicht möglich. Einsatz- und Rettungskräfte mussten über das Tal, zum Teil mit Pistenraupen, zur Unfallstelle gelangen. Die Reanimationsmaßnahmen wurden durch die Ersthelfer bis zum Eintreffen des Notarztes aufrechterhalten. Der Verunglückte erlag gegen 17:45 Uhr im Krankenhaus seinen Verletzungen.


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